Was war?..

Diese Woche begann für mich mit meinem ersten Wochenrückblick auf dem blog. Dass ich jetzt schon wieder hier sitze und zusammenfasse, was in den letzten Tagen passiert ist, macht mir (schmerzlich) bewusst, wie viel zu schnell diese Frankreich-Reise vorüber geht, die doch immer noch so weit weg gewesen ist..

Montag: Mein Flug über Amsterdam nach Bordeaux läuft reibungslos und wiegt mich in Sicherheit, Pustekuchen. Mein Koffer schafft die kurze Umsteigezeit nicht und mein erster Gang in Bordeaux ist zum Schalter für vermisstes Gepäck. Um das abzukürzen: zum Glück kann ich ihn am nächsten Morgen dann in Empfang nehmen. Gut so – denn Dreharbeiten so ganz ohne Outfits zum Wechseln wären dann doch blöd gewesen.

Von Montag bis Donnerstag sind wir – Sandy von Confiture de Vivre, ein reizendes (Kamera)-Team und ich unterwegs um sechs verschiedene Châteaus in den Appellationen Bordeaux und Bordeaux Superieur zu besuchen. Ziel der Reise ist ein Fernsehbeitrag über unsere Tour auf den Spuren derer Winzer, die etwas außergewöhnliches machen in dieser sehr traditionellen Region.
Ich bin überwältigt von der überbürdenden Gastfreundschaft und Herzlichkeit, die uns die Winzerfamilien entgegengebracht haben. Tatsächlich habe ich ein paar der Châteaus so sehr ins Herz geschlossen, dass ich mehr als gern zurückkommen möchte. Die Châteaus mit Übernachtungsmöglichkeit habe ich in diesem Blogbeitrag bereits zusammengefasst.

Donnerstag Abend sind wir zurück in Bordeaux. Die fête le vin ist eines der größten Weinfeste der Welt – da dürfen wir naturgemäß nicht fehlen. Ehrlich gesagt: ich habe mir das etwas romantischer, weniger wie ein großes Volksfest vorgestellt. Das Restaurant im Viertel Chartrons, in das wir später am Abend noch gehen, versöhnt aber vollständig. Das Chez Boulan werde ich sicher nicht zum letzten Mal besucht haben.

Freitag ist ein freier Tag, den ich mehr als gern mit Sandy verbringe. Wir erkunden die Stadt, trinken den ein oder anderen Kaffee und lassen die Atmosphäre zwischen kleinen Gässchen und momentaner Fußball-Hochburg auf uns wirken.

Samstag hält einen frühen Start für mich bereit: um 7.30 geht mein Zug Richtung Süden, next stop Avignon. In insgesamt 8 Stunden Fahrt bleibt ausreichend Zeit, die Landschaft vor dem Fenster vorbei ziehen und die Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Die zwei Stunden Verspätung am Bahnhof in Marseille hätte es wegen mir dann nicht gebraucht.. Als ich gegen Abend in Avignon ankomme reicht es trotzdem noch für einen Rundgang durch die Stadt, die für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr mit Touristen überflutet ist. Das Abendessen im Avenio bringt Ruhe in das Chaos und ist unbedingt zu empfehlen.

Sonntag ist ein heißer Tag und ein ruhiger für mich obendrein. Einiges an Arbeit ist aufgelaufen und erfreulicherweise ist es in meinem Hotelzimmer ebenso gut auszuhalten wie am hoteleigenen Pool. Sonntags hat in der Stadt das meiste geschlossen, sowohl Geschäfte als auch Restaurants. Die Markthalle “Les Halles” ist ein guter Tipp: bis 14 Uhr bekommt man hier noch alles, was das kulinarische Herz begehrt, auch fantastische Erdbeeren, Zucchini-Tartelettes und Salat to go. Am Abend beginnt das offizielle Programm meiner nächsten Reise: die Rhône und ihre Weine wollen erkundet werden, zunächst die Appellation Laudun und dann Lirac. Wir läuten den ersten Abend mit einem entspannten Abendessen am Place Saint Pierre ein.

Was wird..

Neue Woche, neue Weinregion: die ersten drei Tage der Woche habe ich das Vergnüngen mit der Rhône und freue mich schon sehr auf einen tiefen Einblick in die Besonderheiten, auf die Weine und Eindrücke am Wegesrand. Zurück zu Hause geht es dann am Wochenende weiter nach Zürich, mit ein bisschen Zeit für das Zürichfest im Gepäck und dem Sunday-Grill-Event im marmite food lab am Sonntag.