Die Feiertage sind um, die Zeit der Weihnachtsmärkte auch. Dass der pappig süße Glühwein damit auch von der Bildfläche verschwindet, betrauert vermutlich kaum einer, ich jedenfalls nicht. Dass etwas Wärmendes für die nächsten Monate von Nöten ist – denn, der Winter kommt ja erst so richtig – steht trotzdem außer Frage. Schmeichelnd und tröstend sollte es sein, wo uns doch das triste Grau vor dem Fenster so zusetzt und die Tage kurz sind. Etwas mit genug Kraft die trüben Schwaden draußen zu vertreiben und nicht nur Seele, sondern auch Körper zu wärmen. Dazu wärme ich nicht Rotwein auf – es gibt Whisky, Cardhu genauer gesagt.

Die Destillerie im schottischen Speyside, dem fruchtbaren Tal am Fluss Spey und quasi der Heimat der Malz-Whiskys, gibt es offiziell seit 1824. In jenem Jahr ließen John und Helen Cumming ihre Brennerei lizensieren – schon zuvor brannten sie aber hinter verschlossenen Türen und versorgten Freunde, treue Kunden und nicht zuletzt jene, die einen warmen Tee und vielleicht auch einen Schluck wärmenden Whisky nötig hatte. Die großen Maische- und Gärbottiche tarnte die findige Helen als Brotteigbehälter, bemehlte ihre Hände und hisste eine rote Fahne wenn die Offiziellen der Steuerbehörden ins Haus kamen. Die Tarnung konnten die Cummings nach der Lizenzierung vor mittlerweile so gut wie 190 Jahren ablegen, die Gastfreundschaft und Großzügigkeit behielten sie sich natürlich bei, genauso wie ein stets offenes Haus und die schöne Tradition einer Flasche Cardhu als herzlich gemeintes Geschenk zum Genuss mit Freunden.

So freue ich mich, ebenfalls eine Flasche weiter schenken zu können, dem Stilschreiber nämlich. Ist doch gerade in Stilfragen eine Menge über Whisky und seinen Genuss zu sagen – und außerdem ist es auch vor dem Fenster des Besagten vermutlich kalt, schneeregnerisch und “greislig”, wie man hier in München so bezeichnend sagt. In diesem Sinne: Cheers!

Cardhu 12 years single malt scotch whisky

Der Cardhu 12 years ist ein leicht zugänglicher Vertreter seiner flüssigen Zunft. Er kommt gänzlich ohne die torfige Rauchigkeit der Islay Malts oder andere harte Kanten aus. Es dominieren weiche Würzigkeit, die in der Tat an beliebte Wintergewürze wie Anis, Vanille, Nelke und Zimt denken lassen. Auch die Malznoten sind, typisch für Speyside, unverkennbar. Nicht nur seine angedeutete Süße, auch die Farbe erinnern stark an Honig und so möchte man die Flasche auch behandeln: wie den behüteten Honig-Topf, aus dem nur die guten Freunde ein paar Tröpfchen bekommen. Schließlich kann der graue Winter lang werden – und wer hat da nicht gern ein paar goldene Tropfen für die wohligen Stunden auf dem Sofa im Haus?

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Cardhu Single Malt Scotch Whisky entstanden.