Gestern, irgendwo im Flugzeug über Nord-Ost-Kanada:

Zwei Stunden noch, dann lande ich in Toronto. Kanada, da war ich mal mit 18. Und auch wenn mir die Eishockey-Spiele der Calgary Flames genauso wie die dazugehörigen Hot Dogs und der kurvenreiche Ausflug zum Lake Kelowna unvergessen bleiben werden: ich freue mich wahnsinnig, Kanada jetzt noch einmal erleben zu dürfen.

Ontario ist mein Ziel, zuerst geht es nach Ottawa, es folgen Prince Edward County, Toronto und Niagara on the Lake. Ziele, die bis zu der Einladung eher ein blinder Fleck auf meiner Reiseziel-Liste waren – nach erster Sichtung von Fotos und ein bisschen Recherche ein größeres Versäumnis. Es ist September, ich hoffe auf Indian Summer deluxe – einen Glimps davon konnte ich vor vier Jahren schon einmal rund um Boston genießen.

Der Eindrücke werden es wahrscheinlich unzählige in den nächsten neun Tagen, der Fokus liegt naturgemäß auf der Kulinarik. Weingüter, Apfelfarmen, Honig, Ahornsirup und Craft Beer sind nur ein paar der Stichworte, die auf dem Programm stehen – besonders auf die Weine bin ich sehr gespannt. Nicht nur dem über die Grenzen hinaus bekannte Eiswein – auch den anderen Weinen der Region eilt ein ausgezeichneter Ruf voraus, das Klima spräche dafür.

Erstmal aber geht es vom Flughafen in Toronto direkt weiter nach Ottawa. Die Regierungshauptstadt Kanadas muss allein schon optisch ein Highlight sein und auch was Restaurants, Märkte und Kaffees angeht so einiges zu bieten haben.

Angekommen in Ottawa. Das Fairmont Hotel Château Laurier ist im Stil eines überdimensionierten französischen Schlosses mehr als imposant anzusehen – und auch von innen wird es ganz seinem royalen Charme gerecht. Die Aussicht aus meine Zimmer ist direkt auf den East Block des Parliament Hill. Not too bad.


 

Nach einem etwas müden Abendessen und einem Spaziergang über die Elgin Street gibt der Abend für mich nicht mehr viel her, erstmal schlafen.

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Guten Morgen um 5:30 – den Early Jet Lag Bird hätte ich zu Hause auch gerne mal! Nichts wie raus und zum Sonnenaufgang zum Nepean Point, dem Aussichtspunkt nur 10 Minuten vom Hotel. Der Weg durch den morgendlichen Major’s Hill Park ist mystisch und ruhig, der Nebel liegt über dem Fluss, der der Stadt ihren Namen verleiht.


 

Nebelschwaden ziehen über den rosanen Himmel, ich bin mit Samuel de Champlain allein an seinem Aussichtspunkt. Besonders glücklich kann sich so früh am Morgen schätzen, wer am Abend zuvor bei der Boko Bakery auf der Elgin Street einen Cookie erstanden und vor Müdigkeit vergessen hat, ihn noch zu essen.

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Den ganzen Tag und eine weitere Nacht kann ich heute noch in Ottawa verbringen. High Tea, eine Tour durch das Markt-Viertel und jetzt erstmal ein Kaffee stehen auf dem Programm…

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung von Ontario Tourism. Auf Veröffentlichung oder Inhalt der Artikel wurde kein Einfluss genommen.