AsienKulinarische Reisen

Von (Ess)kultur, Caphe und zu frühen Abschieden

Ich wage mal zu behaupten, mit kaum etwas kommt man so nah an den Kern einer Kultur heran, wie mit dem Essen. Er liegt genauso in der Kultivierung wie auch in der Zubereitung der lokalen und traditionellen Lebensmittel versteckt. Lieber also noch das fünfte einheimische Gericht probiert, auf den vierten Markt gegangen, als zwar alle Denkmäler gesehen aber nur Pommes verspeist. Ambitionen und Arten der Reiselust unterscheiden sich aber wohl, habe ich doch sogar hier in Hanoi – in dieser Stadt mit unglaublich guter, frischer Küche – Currywurst und Cordon Bleu auf den Karten gesehen.

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Eine fantastische Mahlzeit kann man hier in einer der Straßenküchen, oder einer der kleinen Restaurants am Straßenrand für ein bis drei Euro bekommen. Reisnudeln mit Sprossen, Rindfleisch, Nüssen, Röstzwiebeln und vielen Kräutern zum Beispiel – bei Quan Bun Bo Nam Bo in der Hang Dieu. Die nette Familie aus Malaysia am Nebentisch hat mir freundlicherweise angeboten die in Bananenblättern eingewickelten gedämpften Schweinefleischsticks zu probieren, nun ja – die Reisnudeln waren den Besuch um einiges mehr Wert würde ich sagen.

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Jetzt sitze ich im Cong Caphe – Kaffeekultur ist groß in Vietnam. Die jungen Hanoier Hipster treffen sich hier, Berlin würde das Cafe mit Handkuss in die Riege der richtig angesagten Läden aufnehmen. Auch die Moderne gehört in Hanoi ins Straßenbild, und das ist gut so. Gerade die Diversität zwischen traditionellem Handwerk, Straßenküchen, Kaffee auf kleinen Plastikstühlen über dem Rinnstein, viel zu großen teuren Autos und Hipster-Cafes genauso wie teuren Nachtclub-Schiffen macht es so spannend und lebendig – eine nostalgische Museumsstadt wollen maximal die Durchreise-Touristen.

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6 Tage (und davon 2 in der Halong Bucht) sind definitiv viel zu wenig für Hanoi. Gerade fängt man an, einen Blick für die Feinheiten zu entwickeln, ein paar Straßenküchen zu sichten, an die man sich gerne noch annähern würde und auch ein paar interessante Stadtviertel blieben unbesucht, von Museen ganz zu schweigen. Was bleibt ist das ziemlich sichere Versprechen: wir sehen uns wieder, Hanoi – so bald wie möglich.

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Liebe Annette,

    ein frohes neues Jahr wünsche ich dir!
    Begeistert verfolge ich deine Vietnam-Bilder schon bei Instagram und bin gespannt, was uns dieses Jahr noch so alles bei dir erwartet. Hab weiterhin eine gute Reise und eine tolle Zeit!

    Viele Grüße,
    Maja

    Antworten

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