Ein sonntagnachmittäglicher Kochwettbewerb mit den Destillaten der Stählemühle im letzten Sommer hat mich diesen Februar nach Hattenheim gebracht. Ich durfte im Rahmen des Kurs-Modules Fleisch von der gastronomischen Einheit der IHK Akademie München und Oberbayern zu Gast bei Franz Keller sein, um so einiges zu erfahren, sehen, schmecken und erleben. Augen- und horizontöffnend in vielerlei Hinsicht waren der Besuch auf dem Forsthof Moller-Racke ebenso wie die Tage auf Franz Kellers Falkenhof und die Hausschlachtung eines seiner Bunten Bentheimer Schweine.

Maximin Grünhäuser Riesling Spätlese trocken 1986

Spätlese trocken 1986

Begonnen hat die Reise in Hattenheim, in der Adler Wirtschaft dieses herrlich authentisch und sympathischen Kochs. In seinem Lokal im Rheingau lebt und arbeitet er nach seiner Philosophie “Vom Einfachen das Beste“, die so viel mehr als nur ein Slogan ist. Herkunft, Qualität, Geschmack und Respekt vor dem Produkt spielen hier die Hauptrollen und hängen – so sollten die nächsten Tage es mehr verdeutlichen als je zuvor – untrennbar eng zusammen.

Nach vielen Jahren in Frankreich in den Küchen großer Namen wie Bocuse und Guérard, nach Michelin-Sternen in eigenen Restaurants und Stationen in ganz Deutschland hat Franz Keller sich hier im Rheingau seinen Traum verwirklicht. Nichts lenkt vom Wesentlichen, der Qualität und dem Genuss auf dem Teller und im Glas ab und als Gast könnte man sich wohler in dieser warmen Atmosphäre der Adler Wirtschaft nicht fühlen. Man kommt am Tisch zusammen zu guten Gesprächen mit bester kulinarischer Begleitung, und das eint wie nichts anderes. Man sieht Franz Kellers Herz förmlich höher schlagen, wenn dieses Konzept aufgeht: die Gäste genießen, würdigen die herrlich perfekt-einfachen Speisen, freuen sich an einem guten Glas Wein und fühlen sich bestens aufgehoben.

zum Artikel über Franz Kellers Falkenhof (IHK Fleisch Kurs Teil II)
zum Artikel zur Hausschlachtung und Verarbeitung eines Bunten Bentheimer Schweins auf dem Falkenhof (IHK Fleisch Kurs Teil III)