Dass Baden-Württemberg kulinarisch sehr viel zu bieten hat, ist natürlich kein Geheimnis. Dass auch Stuttgart selbst als Ausflugsziel eine Reise wert ist – und das bei weitem nicht nur zum typischen Innenstadt-Shopping – das haben viele nicht so auf dem Schirm, eingeschlossen mich bis vor kurzem. Ich hatte die Gelegenheit, die Stadt ein paar Tage von ihrer genussvollen, grünen und herzlichsten Seite kennenzulernen: in Küchen zu schauen, grandios zu essen, mich mit Winzern über ihre Weine zu unterhalten und einen neuen, frischen und begeisterten Blick auf Stuttgart zu werfen. Hier meine gesammelten Stuttgart Tipps rund um Restaurants, Wein, Cafés und interessante, besuchenswerte Orte in der Stadt.

Dieser Artikel enthält Werbung für Stuttgart Tourismus*

Stuttgart, das war für mich vielfach Messehalle oder der berühmte Verkehrsweg in und aus dem “Kessel”. Dass die Stadt sehr viel größer ist, und so grün noch dazu, das hat mich wirklich überrascht. All die Weinberge und Randbezirke, Parks und Aussichtspunkte: das soll alles noch Stadtgebiet sein? Ja, ist wirklich so: 400ha Rebfläche hat die Stadt Stuttgart, hier kann man Weinwandern und am Neckar entlang spazieren, auf Anhöhen steigen, die Aussicht über die Stadt genießen oder im Wald am Fernsehturm Joggen – und ist doch noch quasi mitten in der Stadt. Wer so viel unternimmt, muss und will gut essen – den Beginn machen also naturgemäß die Restaurant-Tipps:

Restaurants in Stuttgart

Wo viel verwurzelte Tradition ist, ist oftmals auch gute, bodenständige Kulinarik zu Hause. Wo man stolz auf seine Heimat ist, pflegt man Rezepturen und klassische Gerichte – und genau so sehen die Schwaben das zum Glück. Hier pflegt man die tief verwurzelte Regionalküche und vielfach ist sie in wirklich guter Qualität zu finden, egal ob klassisch, modernisiert oder sogar auf ein neues, moderneres oder gourmet-level gehoben. Viel zu wenig Zeit hatte ich bei meinem ersten so “richtigen” Besuch in Stuttgart natürlich, um einen echten Überblick zu gewinnen über die vielen vielversprechenden Restaurants, Klassiker, neue Konzepte oder besternte Restaurants – was ich für mich festgestellt habe, ist aber definitiv, dass es lohnt wiederzukommen. Nicht nur, weil es viel zu entdecken gibt, das gibt es anderswo auch. Sondern auch, weil Gastgebertum hier ganz offenbar noch eine Tugend ist, man mit großer Herzlichkeit nicht nur empfangen, sondern auch bewirtet wird und es einfach Spaß macht, hier zu essen und hier Gast zu sein.

Wielandshöhe, zu Gast bei Vincent Klink

Als ich Herrn Klink kennenlernen durfte, da ist mir wirklich das Herz aufgegangen. Solche Leidenschaft und Hingabe zum Beruf, zu seinen Produkten und Gästen – das gibt es nicht (mehr) oft und insofern war es mir eine ganz besondere Freude, bei ihm sowohl im Restaurant als auch in der Küche Fotografieren und Speisen zu dürfen. “Speisen”, das benenne ich ganz bewusst genau so – denn in der Wielandshöhe geht man nicht einfach “essen”. Hier wird ein klassischer Lunch oder ein Dinner noch zelebriert, hier bringt man Zeit und Muße mit, hier genießt man, was an betörend guten Tellern aus der Küche kommt.

Selbstredend kommen in der Wielandshöhe erstklassige Lebensmittel, aber nicht unbedingt Luxusprodukte auf die Karte. Ein klassisch französischer Ansatz trifft auf regionale Lieferanten und charmant schwäbischen Einschlag und ganz wichtig saisonale frische Komponenten – ob das Rhabarber, grüner Spargel oder alte Obstsorten sind.

Wer etwas für Kulinarik, Gastgebertum und Genuss ohne Kopfzerbrechen und Chichi übrig hat, der wird die Wielandshöhe – wie ich – höchstwahrscheinlich lieben. Inklusive des frisch gebackenen Brots mit gesalzener Butter, inklusive des Silbers, der Canelé zum Kaffee und natürlich der grandiosen Aussicht über Stuttgart.
Ausführliche Fotoreportage und Menü HIER im Beitrag über das Restaurant Wielandshöhe.

Wielandshöhe (1* Michelin) | Alte Weinsteige 71 | 70597 Stuttgart

Gasthaus zur Linde, zu Gast bei den Trautwein-Brüdern

Ferdinand und Max Trautwein haben das Gasthaus zur Linde vor wenigen Jahren gepachtet und gleich sehr viel richtig gemacht: Herzblut und Qualität sind die Triebfedern für dieses Gasthaus, das lebt von seiner guten Küche mit schwäbischen Wurzeln auf höchstem Niveau, vom herzlichen Gastgebertum und der liebevollen Gestaltung – sei es Speisekarte, Gastraum oder der wunderschöne Garten.

In der Linde wird nicht etwa einfach nur “schwäbisch” gekocht. Hier habe ich – keine Übertreibung – die besten Spätzle meines Lebens gegessen, mit brauner Bröselbutter versteht sich, zu sensationell guten traditionellen Tellerlinsen natürlich. Das Schnitzel ist hauchdünn und schwimmend in Butterschmalz ausgebacken, wie es sich gehört, der Zwiebelrostbraten der Grund vieler Gäste, hier her zu kommen und das Maultaschen-Rezept ausgetüftelt bis ins Detail. Das betone ich alles so, weil bodenständige Küche zwar immer so einfach klingt – das Gegenteil aber vielerorts der Fall ist. Regionale, vermeintlich “einfache” Gerichte so au point auf den Teller zu bringen, das ohne Verknünstelung und mit Selbstverständnis, aus besten Grundprodukten und mit professionellem Handwerk als Grundlage – das muss man erst mal genau so machen. Als Gast kann man solche Küche gepaart mit einem urigen und trotzdem modernen Restaurant oft vergeblich suchen. Ich bin nach einem Abend im Gasthaus zur Linde schon Fan und werde sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein. Einen ausführlichen Bericht gibt es demnächst außerdem noch hier auf dem blog.

Gasthaus zur Linde | Sigmaringer Str. 49 | 70567 Stuttgart

Weitere Restaurant-Empfehlungen

Zirbelstube (1* Michelin) im Althoff Hotel am Schlossgarten | Schillerstraße 23 | 70173 Stuttgart

Der Zauberlehrling Hotel & Restaurant | Rosenstraße 38 | 70182 Stuttgart

Wein in und um Stuttgart

Die Aufmerksamkeit für Württemberger Weine ist gefühlt sowohl in der breiten Masse, aber auch in Fachkreisen eher klein – schade eigentlich und zu unrecht noch dazu. Nicht nur, dass hier qualitativ sehr gute und noch dazu charakterlich eigenständige erzeugt werden, auch die Weinregion an sich ist vom Freizeit- und Erholungsfaktor her definitiv einen Besuch wert.

Dass Stuttgart selbst so viele Weingüter und Weinberge mitten “in” der Stadt hat war mir überhaupt nicht präsent. Umso ersteunter war ich mitten in den Steillagen am Neckar oder mit Blick über die Stadt und das Station, dass hier wirklich noch Stadtgebiet ist und man in Kürze mit der Bahn in die Innenstadt gefahren ist. Gepaart mit individuellen, liebevoll gestalteten Besenwirtschaften und ab-Hof-Verkäufen passt das einfach hervorragend ins kulinarische Gesamtbild der genussaffinen Stuttgarter.

Zwei Weingüter habe ich im Rahmen meines kurzen Trips besucht besucht und einen weiteren Winzer kennengelernt – außerdem natürlich ein bisschen Wein mit nach Hause genommen, der sicher in Zukunft noch öfter in meinem Keller Platz finden wird.

Weingut Wöhrwag

Das Weingut Wöhrwag in Untertürkheim betreibt Philipp mittlerweile in 6ter Generation. Die Weine des VDP-Mitglieds sind top und hier lässt sich vor Ort sowohl Wein kaufen, als auch eine private Probe arrangieren. Ausführlicheres zum Weingut Wöhrwag demnächst auch hier auf dem blog.

Weingut Wöhrwag | Grunbacher Str. 5 | 70327 Stuttgart

Ruxwein

Ganz im Norden von Stuttgart in Mönchfeld betreiben Heike und Christoph Ruck mit “Ruxwein” ihr kleines Weingut und ihre entzückende Besenwirtschaft, in der man nicht nur ganz wunderbar sitzt, sondern auch richtig gut essen kann. Die individuellen und sehr einzigartigen Weine der Rucks gibt es natürlich im Besen und sonst direkt ab Hof. Auch hier: ausführlicher demnächst an dieser Stelle.

RUXWEIN | Heidenburgstr. 20 | 70378 Stuttgart

Weingut Karl Haidle

Moritz Haidle dürfte manchem vielleicht als “rappender Winzer” bekannt sein, der seine Kreativität nicht nur in der Musik, sondern auch in Graffitis kanalisiert. Das bildet es aber bei weitem nicht genug ab, auch im Familienweingut Karl Haidle ist Moritz mittlerweile maßgeblich aktiv und steht nicht nur für die nächste Generation, sondern auch für die Betonung der Top-Riesling-Lagen im Remstal.

Weingut Karl Haidle | Hindenburgstraße 21 | 71394 Kernen im Remstal

Cafés in Stuttgart

Wer ein bisschen durch die Gässchen läuft, entdeckt in Kürze selbst süße, individuelle Cafés in Stuttgart. Zwei habe ich besucht:

tarte & törtchen

Bis ich mich für Süßes begeistern kann, braucht es schon einiges. Im tarte & törtchen in Stuttgart erliegen mit Sicherheit aber sogar erklärte Kuchen-Gegner der Versuchung: Konditor-Kunst at its best in Form von kleinen Törtchen, Tartes und noch kleineren süßen Bissen. Außerdem fabelhaftes Frühstück mit selbstgebackenen Croissants, Brötchen und Co.

tarte & törtchen | Gutbrodstraße 1 | 70197 Stuttgart

Wunderkammer

Die Wunderkammer ist nicht nur sehr liebevoll eingerichtetes Café – hier kann man auch essen oder auf der Terrasse eine Pause einlegen. Nur einen Steinwurf von breuninger entfernt auch eine willkommene Station vor oder nach dem Shopping!

Die Wunderkammer | Rosenstr. 33 | 70182 Stuttgart

Eis Bistro Pinguin

Seit über 30 Jahren betreibt die Familie Weeber das Eis-Bistro Pinguin am Eugensplatz. Ein Kult-Eis holen, damit unter die Kastanienbäume setzen und die Aussicht genießen!

Eis-Bistro Pinguin | Eugenspl. 2a | 70184 Stuttgart

Interessante Orte in Stuttgart

Nicht, dass nicht jede Stadt charmante Ecken hätte, wenn man lange genug sucht. Dass Stuttgart cool ist, das begreift man wahrscheinlich aber trotzdem erst, wenn man dort ist. Unerwartet moderne und urbane Ecken – nicht ohne einen gewissen heimeligen Wohlfühl-Charme. Schöne Fassaden, individuelle Läden, steile Sträßchen und so, so viel Grün! Hier kann man abseits der Innenstadtpfade vorzüglich flanieren und entdecken. Hier ein paar sehenswerte Eckpunkte:

Markthalle

Der Stuttgarter Markthalle eilt ihr positiver Ruf voraus – endlich habe ich es jetzt auch hinein geschafft. Hochwertig, ausgesucht und mit großer Feinkost-Auswahl. Ein Ort nicht nur zum Einkaufen sondern auch verweilen – auf einer der Restaurationen auf der Galerie zum Beispiel.

Markthalle Stuttgart | Dorotheenstraße 4 | 70173 Stuttgart

Loriot-Säule und Eugensplatz

Dass es in Stuttgart eine Säule inkl. Loriot-Mops gibt war mir bisher neu. Der Spaziergang zum Eugensplatz ist so oder so die Erkundung wert – hier ist nämlich die Aussicht gut, die Kastanien schattig und das Eis gut (siehe oben).

Fernsehturm

Eine Fahrt auf den Stuttgarter Fernsehturm ermöglicht den Überblick: Wald und Innenstadt, Weinlagen und Fluss – die Aussicht ist beeindruckend und noch dazu frei – ohne Vollverglasung kann man hier die Luft auf 150 Metern schnuppern (der Turm selbst ist mit Spitze 217 Meter hoch) und das tolle Panorama genießen.

Schlossplatz

Der Schlossplatz und der Schlossgarten sind in Stuttgart so zentral – daran kommt man ohnehin nicht vorbei. Sollte man auch nicht, hier lässt es sich nämlich hervorragend in der Sonne sitzen, picknicken, eine Pause machen oder eben das grüne Herz von Stuttgart genießen, bevor Shoppingtouren oder Restaurant-Besuche weiter gehen.

Grabkapelle

Unter “Grabkapelle” hatte ich persönlich mir ja etwas deutlich kleineres vorgestellt. Dabei trohnt die ziemlich große Grabkapelle auf dem namentlichen Württemberg und ist nicht nur selbst ein schönes Motiv sondern bietet vor allem eine grandiose Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Weinberge. Ein guter Ausgangspunkt oder Zwischenstopp für Weinwanderungen und Ausflüge ins Grüne.

Hotels in Stuttgart

Althoff Hotel am Schlossgarten

Schon im Februar diesen Jahres habe ich ein paar Nächte im Hotel Schlossgarten verbracht. Ein 5-Sterne Haus mit klassischem Charme im positiven Sinne, wo man sich als Gast nicht nur willkommen, sondern wohl fühlt. Die nur noch klassischen Luxushotels anhaftende Atmosphäre von diskreter Gastlichkeit und dennoch familiärer Atmosphäre – das schafft das Althoff Hotel am Schlossgarten vorzüglich. Hier wird einem nicht nur jeder Wunsch möglich gemacht, die Zimmer sind auch mit allem ausgestattet, was das Herz begehrt. Das Frühstück wird neben einem ausgesuchten Buffett teilserviert und bewegt sich auf sehr hohem Niveau, die Lage ist außerdem gegenüber des Bahnhofs absolut zentral und verkehrstechnisch ideal angebunden.

Hotel am Schlossgarten | Schillerstraße 23 | 70173 Stuttgart

Waldhotel Stuttgart

Das Waldhotel versteckt sich in einer ruhigen Gegend zwischen Wald und Fernsehturm und bietet moderne, sehr schön eingerichtete Zimmer und den Erholungsfaktor für den, der zum Beispiel morgens Joggen oder abends noch auf einen Waldspaziergang gehen möchte. Hier übernachten viele Geschäftsleute, das Hotel richtet auch Tagungen und Workshops aus. Eine gute Option, um am Stadtrand komfortabel zu wohnen, schnell auf der Autobahn zu sein und dabei noch eine gute Portion Natur abzubekommen.

Waldhotel Stuttgart | Guts-Muths-Weg 18 | 70597 Stuttgart

Alle Stuttgart Tipps in der Übersichtskarte:

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Kulinarische Stuttgart Tipps: Restaurants, Wein, Cafés, Hotels & Aktivitäten

*Werbe-Hinweis: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Stuttgart Tourismus und der Kampagne “Tasty Stuttgart”. Die Destination wird im Artikel explizit erwähnt und verlinkt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.