Eichstätt ist eine sehr vielschichtige Stadt, umgeben von Freizeitmöglichkeiten und (kulinarisch) reichem Land. Obwohl ich nicht sehr weit weg wohne, war ich zuvor nie dort und habe im ersten Schritt vor allem das Umland und die kulinarischen Hotspots der Stadt erkundet. Für die vielen interessanten geschichtlichen Details und Baudenkmäler muss ich wohl bald noch einmal wieder kommen.

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Was tun in Eichstätt?

Die Barocke Altstadt auf der einen und viel moderne Architektur auf der anderen Seite, die lange und bewegte Geschichte und die Aspekte der fortschrittlichen Universitätsstadt erzeugen in Eichstätt eine spannende Mischung. Fossile Schätze und der Naturpark Altmühltal liegen zudem direkt vor den Toren der Stadt, sodass auch ein mehrtägiges Programm eine gute Mischung aus Kultur und Natur sein kann. Bei einem Spaziergang durch die Stadt müssen der Dom, der Residenzplatz natürlich auf dem Plan stehen und auch ein kleiner Ausflug auf die Burg Willibald lohnt sich sehr, nicht nur der Aussicht wegen.

Eine ideale Möglichkeit, mehr über die Stadt zu erfahren ist, eine der angebotenen Stadtführungen zu besuchen oder sich gleich von dem Stadteigenen Handy-Reise-Guide begleiten zu lassen.

Restaurants in Eichstätt

maletter

Was Andi Hofrichter in seinem Restaurant maletter in Eichstätt macht, ist schon ziemlich beeindruckend: Mit 25 und „nur“ einer Lehre ohne zusätzliche Stationen, alleine eine so durchdachte Karte zu konzipieren und zu kochen – das dürften wenige mit solch klarer Linie hinbekommen.

Ich habe das Vergnügen Andi tagsüber in seiner Küche besuchen zu dürfen, wir haben also ausreichend Zeit uns über das Konzept des Restaurants, seine Küche und seine Philosphie zu unterhalten. Das Lokal, das er mit seiner Mutter gemeinsam führt, ist zweistöckig. In den Bereich im Erdgeschoss ist die perfekt organisierte, halb offene Küche eingebunden. Eine schöne alte Holztreppe, die die Geschichtsträchtigkeit des Gebäudes betont, führt hinauf in den zweiten lichten und gemütlichen Gastraum.

Dass Andi strikt alles frisch zubereitet ergäbe sich allein schon daraus, dass er quasi keinen Platz zur Lagerung hätte, bemerkt er mit einem Augenzwinkern. Wer seine Küche probiert weiß, dass er auch bei einer dreimal so großen Fläche nicht anders arbeiten würde. Seine Gerichte mit bayerisch-fränkischem Einschlag leben von der Saison und dem, was die Region so an guten Lebensmitteln her gibt – und das ist eine Menge. Die Teller sind präzise ausgearbeitet und auf den Punkt, man schmeckt und sieht genau, dass Andi weiß, was er da tut und wohin er damit will. Raffinesse und Ideenreichtum gibt es hier genug, aber keine unnötigen Schnörkel oder eindruckschindende Details ohne Sinn und Geschmack. Umso beeindruckender, weil Andi hier als „One Man Show“ kocht.

Ich probiere hausgebeizten Saibling, geschmorte Bäckchen mit Griesschnitten und einer Soße, die so nur mit Hingabe gezaubert werden kann. Obwohl ich das Dessert sonst als erstes durch einen weiteren salzigen Gang ersetze haut mich sein dekonstruierter Zwetschgendatschi mit „Hefeeis“ aus hausgemachten Dampfnudeln wirklich um. Das Brot ist hier im maletter selbstverständlich ebenfalls selbst gebacken, die Weine gut ausgewählt von jungen Winzern mit Qualität und Ambition.

Von Andi Hofrichter und seiner Küche ist definitiv noch einiges zu erwarten. Derweil ist das maletter unbedingt einen Besuch bzw. sogar Ausflug nach Eichstätt wert!

maletter
Dompl. 1
85072 Eichstätt
Tel: +49 8421 9356191

Restaurant Domherrnhof

Das Restaurant Domherrnhof ist eine Institution in Eichstätt. Hinter der Rokokofassade im barocken Domherrnhof betreiben Rupert und Theresa Waldmüller seit 30 Jahren ein Kleinod der klassischen Kulinarik, wie man es so wahrscheinlich sonst nur noch in Frankreich findet. Waldmüllers Küche hat unverkennbar französische Wurzeln, wenn auch er schon als Kind interessiert in die Töpfe der Großmutter geschaut hat. Er ist Mitglied der Chaîne de Rôtisseurs, eine in Paris gegründete, gastronomische Gesellschaft zur Pflege der französischen Traditionen von Küche und Tischkultur. Das bedeutet allerdings nicht, dass neben Klassikern nicht auch internationale und moderne Zutaten in Waldmüllers Küche zum Einsatz kämen. Bunte Kartoffeln aus Südamerika haben hier ebenso ihre Berechtigung wie Jakobsmuscheln, Trüffel oder himmlisches Crème brûlée.

Mit Theresa Waldmüller ist im Domherrnhof auch absolute Weinkompetenz anzutreffen. Die Weinkarte ist ein Traum für Kenner, getrost kann man sich aber was die Weinauswahl angeht in die Hände der Dame des Hauses begeben. Als Mitglied bei der Sommelier-Union, Vinissima und Chevalier de Champagne verwöhnt sie ihre Gäste mit allen Schätzen, die der seit 30 Jahren gepflegte Keller so hergibt.

Restaurant Domherrnhof
Dompl. 5
85072 Eichstätt
Tel: +49 8421 6126

Kulinarik Erleben & Einkaufen

Biohof Mayer

Andrea & Franz Josef Mayer betreiben ihren Biohof außerhalb von Eichstätt mit Herz und Leidenschaft für die Natur und ihre erzeugten Lebensmittel. So einen Betrieb kann man nur „leben“ und das tun die Mayers: Schafe, Hühner und Murnau-Werdenfelser Rinder sind hier bestens umsorgt und das angebaute Bio-Getreide für bestes Brot ist eine echte Herzensangelegenheit.
Selbstverständlich werden neben den Grundprodukten auch weiterverarbeitete Lebensmittel wie Brot und Wurstwaren verkauft, und zwar im Hofeigenen Laden oder regelmäßig auf dem Markt in Eichstätt und Ingolstadt.

Ich konnte mir vor Ort von Bild vom weitläufigen Gelände der Mayers mit Ställen und Gemüse-Anbauflächen machen. Manchmal sagen Bilder mehr als 1000 Worte und ich kann jedem nur raten, hier einen Einkaufsstopp einzulegen, wenn er in der Nähe ist.

Biohof Mayer, Andrea & Franz Josef Mayer
Steigweg 4
85131 Pollenfeld
Tel: +49 8421 906257

Kräutertreff: Kräuterpädagogin Brigitte Zinsmeister

Brigitte Zinsmeister ist Kräuterpädagogin und hat einen unglaublichen Wissens- und Erfahrungsschatz, was Kräuter, deren Verwendung und Zubereitung angeht. Das ist gleichermaßen spannend wie köstlich: sie bietet nämlich nicht nur Seminare und Kräuterführungen an, bei denen man etwas lernen und genießen kann. Bei ihren Kochkursen zeigt sie, wie man aus ganz „gewöhnlichen“ Gartengewächsen geschmackvolle und gesunde Gerichte zaubern bzw. sie verfeinern kann. Sie verkauft außerdem auch selbstgemachte Essige, Salze und Co.

Einen ausführlichen Überblick zu ihren angebotenen Vorträgen, Seminaren und Führungen gibt es auf ihrer Webseite Kräutertreff.

Kräutertreff
Brigitte Zinsmeister
Dorfanger 23
85132 Schönfeld

Schäferei Eichhorn

Bei der Schäferei Eichhorn konnte ich einen Eindruck von der Aufzucht und Weiterverarbeitung der Altmühltaler Lämmer bekommen. Das Projekt „Altmühltaler Lamm“ ist eine Symbiose aus Landschaftsschutz und der Erzeugung eines genussvollen und guten Lebensmittels. Es stützt die Erhaltung der Hüteschäferei im Naturpark Altmühltal und damit die Kulturlandschaft der Altmühltalregion. Die Schafe schützen durch das regelmäßige Abgrasen der Weiden den Lebensraum diverser Pflanzen und Tiere vor dem Zuwuchern mit Bäumen und Büschen über die Jahre.

Die Schäferei Eichhorn besteht bereits in dritter Generation und pflegt die Tradition. Das ganze Jahr über können hier bestes Fleisch und auch Lammfell erworben werden. Die Aufzucht und Weiterverarbeitung erfolgt komplett im eigenen Betrieb. Für weitere Informationen und Bestellungen am besten direkt auf der Webseite der Eichhorns vorbei schauen.

Schäferei Eichhorn
Obereichstätter Weg 1
85132 Schernfeld
Tel: +49 8422 798

Kaffeerösterei Saerve

Die Kaffeerösterei Saerve blickt auf eine beträchtlich lange Tradition zurück: bereits 1895 wurde sie von Johann Baptist Saerve als Fachgeschäft für „Kolonialwaren“ (wie Kaffee) gegründet. Heute werden Rösterei und Kaffee in der Innenstadt bereits in der 4. Generation geführt. Es ballt sich also über ein Jahrhundert gesammelte Kaffee-Kompetenz, Erfahrung und Kontakte zu Kaffeebauern und Röstern aus aller Welt.

Die mit Leidenschaft produzierten Kaffee-Mischungen kann man im urgemütlichen Café ebenso gleich verkosten wie für den eigenen Kaffee-Genuss mit nach Hause nehmen.

Kaffeerösterei Saerve
Marktgasse 9
85072 Eichstätt
Tel: +49 8421 1582

Brennerei Gustav Mayer

Gustav Mayer ist ein Urgestein der Deutschen Destillateur-Szene. Kaum ein bekannter Brenner, der nicht bei ihm gelernt oder ihm auf seinem Weg nicht mindestens begegnet ist. Seine kleine Brennerei ist über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt und seine Brände werden wegen ihrer überaus hohen Qualität geschätzt.

Die Qualität und auch die Menge der Früchte für das Destillat mache den Unterschied, erklärt mir Mayer bei der Besichtigung seiner kleinen Brennerei im Hinterzimmer seines Ladengeschäfts. Wie in einem kleinen Chemie-Labor mit alten Geräten, Flaschen und der kupfernen Brennblase fühlt man sich dort. Dass Mayers ganzes Herzblut hier drin steckt, spürt man nicht nur bei seinen Erklärungen mit unglaublich großem Fachwissen – man schmeckt es auch in seinen Likören, Bränden und Geisten. Und in seinem Gin. Der ist unter Kennern längst ein Geheimtipp.

Ich nehme Schlehengeist und Waldhimbeer-Likör mit nach Hause und bin sehr froh, dass Mayer auch einen Online-Shop betreibt…

Brennerei Gustav Mayer
Weißenburger Str. 5
85072 Eichstätt
Tel: +49 8421 9367996

Wochenmarkt

Der Wochenmarkt in Eichstätt findet immer Mittwoch und Samstag vormittags statt. Betriebe wie der Biohof Mayer verkaufen hier am Marktplatz ihre regionalen Erzeugnisse von Gemüse über Fleisch bis zum Fisch. Auch Blumen, Honig und andere regionale Produkte stehen hier auf dem Einkaufszettel. Ich hatte das Glück, hier kurz vor meiner Abreise noch meine Vorräte auffüllen zu können.

Alle Eichstätt-Tipps in der Übersichts-Karte

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Eichstätt: Kulinarischer City Guide | Restaurants und kulinarische Tipps im Umland

Über meine Reise in 14 Fränkische Städte – #14cities

Dieses Jahr werde ich zum Franken-Experten, insbesondere kulinarisch gesehen versteht sich. Ich besuche 14 fränkische Städte, die alle einen kulinarischen City Guide hier auf dem blog bekommen. Franken ist eine der kulinarisch vielseitigsten und interessantesten Regionen, und dabei spreche ich nicht nur von Bier und Bratwurst. Auch die gehobene Gastronomie der Städte ist bei mir im Fokus, dazu natürlich Cafés, Feinkost-Geschäfte und Manufakturen. Jeder City Guide beinhaltet auch eine google maps Karte mit allen besuchten Lokalitäten. Viel Spaß beim Stöbern, Reisen und Genießen!

Für noch mehr Franken-Inspiration schaut doch auch auf diesen blogs vorbei, sie sind ebenfalls Teil der Kampagne: Lilies Diary, Smile 4 Travel und Reisehappen.

Der Tourismusverband Franken bündelt alle Posts der Kampagne auf einem Newsboard.

*Werbe-Hinweis: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Tourismusverband Franken. Franken bzw. die fränkischen Städte werden im Artikel explizit erwähnt und verlinkt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.