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Immich-Batterieberg Riesling C.A.I. 2011 – Lieblings-Riesling, neue Weinkategorie & Winzer-Interview

Wie beschreibt man einen Wein? Wie bloggt man über einen Wein? Und: sollte ich überhaupt über einen bestimmten Wein – oder den Wein im allgemeinen bloggen? Interessiert das eigentlich wen und interessiert das meine schon gewonnenen, wertvollen Leser? Fragen über Fragen zur neuen Weinkategorie – die ich mir ja ohnehin nicht alle beantworten kann. Ohne alles vorweg zu nehmen: ein paar Fragen beantworten konnte mir der Winzer, also über diesen Wein. Wer bis zum Ende des Posts durchhält (oder scrollt) kommt in den Genuss des kurzen Interviews.

Fakt ist: ich bin kein Sommelier – muss ich auch nicht sein, glaube ich. Ich trinke gerne Wein, ich weiß guten Wein zu schätzen und ich behaupte jetzt mal ganz kühn von mir: ich kenne mich wenigstens für den durchschnittlichen Weintrinker ganz gut mit Wein aus – jedenfalls mit den Weinen, die ich mag. Ich mag nicht alle, ich probiere aber wenigstens alle. Was ich zum Beispiel besonders mag ist Riesling. Mosel-Riesling am allerliebsten. Das ist völlig subjektiv und keine wertneutrale Meinung, das soll es aber auch nicht sein. Auf culinary pixel gibt es meinen Geschmack mit meinen Empfehlungen mit meinen Worten und so soll auch der Start in meine neue Kategorie sein.

Was anders als meinen Lieblings-Riesling – wenigstens einen meiner absoluten Favoriten unter den (bisher probierten) Rieslingen – sollte ich gewählt haben? Um das also auch vorweg zu nehmen: der C.A.I. Riesling Kabinett vom Weingut Immich-Batterieberg in Enkirch an der Mosel ist einfach fantastisch. Ich liebe diesen Wein.

Riesling Kabinett CAI 2011 Immich Batterieberg
Riesling-Schatz aus Enkirch an der Mosel

Zum ersten Mal probiert habe ich ihn als Jahrgang 2009. Mit goldgelber Jahreszahl auf dem Engelchen-Etikett. Wie die Jahreszahl-Farbe so der Wein: sonnig, fruchtig, rund und so dass es einen einfach umhaut mit jedem Schluck (auch bedacht dass wir hier von einem Wein für gerade Mal um die 10 Euro reden). Ich habe davon nach wie vor zwei Flaschen im Keller – und da sollen sie auch noch ein bisschen bleiben, bevor ich sie mit sehr gut überlegter Gesellschaft wieder hervor hole. Der 2010er Jahrgang hatte einen blauen Schriftzug, war etwas kühler und frischer, hat sich aber ebenso den Weg in mein auf der Zunge liegendes Herz und meinen Keller geebnet.

Ganz neu und aktuell – um auch endlich zum Punkt zu kommen – gibt es jetzt den (bestimmt nicht nur von mir) heiß erwarteten Jahrgang 2011. Ich sag es mal mit meinen Worten: Der Wein ist einfach wahnsinnig toll, aromatisch, kräftig, trotzdem irgendwie feingliedrig und frisch. Hatte ich neulich zum leicht scharfen, asiatischen Abendessen und sowohl die Gäste als auch ich waren begeistert. Der C.A.I. ist fruchtig ohne süß zu sein und hält mit seiner für einen “Einstiegswein” enormen Fülle auch und gerade mit charaktervollem Essen mit. Muss aber überhaupt kein Essen haben um einfach super toll zu sein.

Im Jahr 2009 ist übrigens Gernot Kollmann (ausführlicher über ihn zu lesen zum Beispiel bei drunkenmonday), der in der Weinszene als absoluter Riesling-Experte gilt, zum Traditionsweingut an der Mosel gekommen. Ohne zu weit abzuschweifen: das Weingut Immich-Batterieberg ist eines der ältesten an der Mosel und profitiert ganz klassisch von den extremen Steillagen für seine charaktervollen Weine. Den Batterieberg gibt es wirklich – und er erklärt auch das Etikett des C.A.I.. Der Batterieberg ist eine der Spitzenlagen des Weingutes – der Berg wurde tatsächlich zwischen 1841 und 1845 mit unzähligen Sprengbatterien zu einer der besten Lagen an der Mosel geformt.

Weingut Immich-Batterieberg C.A.I. Riesling 2011
Mosel-Riesling at its best

Gernot Kollmann war – wie könnte es bei einem Mann, der einen derart fantastischen Wein macht anders sein – so nett mir am Telefon ein paar kurze Fragen zum C.A.I. Riesling zu beantworten. An dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank – niemand könnte es besser beschreiben:

Gernot, wie beschreibst du den C.A.I. in nur ein oder zwei Sätzen?
“Der CAI Riesling ist als Einstiegswein quasi unsere Einstiegsdroge. Ein schon bemerkenswert dichter und komplexer Riesling aus sehr guten Steillagen, sehr vielschichtig und ziemlich lang.”

Was ist das Besondere am Jahrgang 2011?
“Der 2011er Jahrgang ist gerade im Vergleich zu den vorherigen Jahrgängen eher unkompliziert und öffnet sich schon früh. Er hat bereits jetzt eine schöne Distanz und Reife. Ein freundlicher Wein mit ebenso viel Lagerpotential wie Potential “everybodies darling” zu sein.”

Dein perfektes (Lieblings-)Essen zum C.A.I?
“Das schöne am C.A.I ist, dass er grundsätzlich ziemlich universell ist. Er hat sowohl Feinheit als auch Kraft, die Bandbreite ist also groß. Noch ist der Jahrgang ja wirklich super jung – da kann ich ihn mir gut zu Geflügel in einer kräftigen Soße vorstellen – aber bitte keine Pute!”

Lieber Gernot, werde mir demnächst gerne und Dir und Deinen Wein zu Ehren, ein Geflügelgericht mit kräftiger Soße einfallen lassen, um für den Genuss meiner restlichen Flaschen C.A.I. eine gebührende Begleitung zu schaffen. Pute hätte es denke ich sowieso nicht gegeben. Ich halte auf dem Laufenden. Wein nachbestellen werde ich sowieso noch einmal müssen.

Bestellt habe ich den Riesling übrigens bei
Wine In Black – einem Wein Shopping Club, in dem ich gerne kaufe. Die Auswahl ist klein, die Aktionen zeitlich begrenzt und die sehr selektierten Weine meist nach meinem Geschmack. Dort gab es den C.A.I. Riesling Kabinett zu 8,90 Euro die Flasche – er wäre noch viel mehr wert meiner Meinung nach, wenn man bedenkt was man sonst teilweise für den selben Preis für charakterlose weiße Brühen bekommt.

Zufällig habe ich heute eine Weisheit gesichtet, die ganz wunderbar passt:

“Money can’t buy love, but it can buy Riesling” – wer wartet da noch?

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