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Bologna Tipps: kulinarischer City Guide

15 kulinarische Tipps für Bologna:
Restaurants, Cafés, Märkte & Wein

In Bologna war ich im Herbst zum allerersten Mal. Und was soll ich sagen: Amore! Die berühmte Liebe auf den ersten Blick in einer Stadt, die man einfach lieben muss. Meine 15 Tipps für einen Ausflug nach Bologna kulinarischer Natur – aber an Pasta, Wein und Aperitivo kommt man hier ohnehin nicht vorbei, versucht auch niemand.

Dieser Artikel enthält Werbung für die Region Emilia Romagna*

Meine Tipps auf der Übersichts-Karte

Für die schnelle Übersicht über diese unglaublich charmante, zugängliche Stadt in der Emilia Romagna hier alle meine Tipps aus dem Artikel (und noch ein paar mehr) zusammen in einer Übersichtskarte:

Bologna, Amore

Bologna ist eine Schönheit. Historie, weitläufige Plätze mit Cafés und imposante Bauwerke prägen das Straßenbild – auch abseits des direkten Zentrums. Romantische Gässchen genauso wie großzügige Straßen mit auffallend vielen von Arcaden gesäumten Häuserzeilen gehören hier so zum Stadtbild, dass man sich ebenso schnell an den Anblick gewöhnen mag, wie an die schönen Marmorböden und die baulichen Referenzen zu Renaissance und Mittelalter.

Neben dem Hauptplatz, der Piazza Maggiore mit dem Rathaus, dem bekannten Neptunbrunnen und der großen Basilika San Petronio sind die beiden mittelalterlichen Türme Asinelli und Garisenda gleichsam Wahrzeichen wie beliebte Fotomotive in der Stadt.

Essen: Pasta e Basta?

Bolognese? Ja. Und Tortellini. Und Lasagne.

Nicht umsonst heißt die Bolognese Bolognese – und dass ich, die Ragù alla bolognese ihr all-time-Lieblingsessen nennt, noch nie zuvor an ihrem Ursprungsort in Bologna war, kann eigentlich nur ein kosmisches Versehen gewesen sein. Hier in der Hauptstadt der kulinarisch so reichen Region Emilia Romagna wird sie klassisch mit Tagliatelle auf Eier-Teig-Basis serviert. Und natürlich auch als Grundlage für die Lasagne genutzt.

Sehr gut und bodenständig isst man in Bologna gefühlt an jeder Ecke. Ich habe trotz fünf Tagen Aufenthalt lange nicht alle Tipps und Empfehlungen durchprobieren können, kann folgende aber uneingeschränkt ans Herz legen:

La Montanara | Via Augusto Righi, 15/A | www.trattorialamontanara.com
Sehr netter Service, urige Atmosphäre, tolle torta zucchine, richtig gute Tagliatelle ragù. Ein schummriger Laden zum Wohlfühlen, alleine hingehen oder lange Abende mit guten Gesprächen und einem Glas Rotwein verbringen.

La Taverna Dei Peccati Bologna | Via de’ Carbonesi, 16
Relativ modernes Lokal mit abwechslungsreicher Karte, offenbar auch bei Einheimischen recht beliebt und Mittags proppenvoll. Meine Lasagne mit grüner Pasta war ganz hervorragend. Garfield hätte seine wahre Freude gehabt!

Ragū | Via Goito, 9/b | ragubologna.it
Das Ragū illustriert sehr schön den Unterschied zwischen der italienischen und unserer Esskultur. Das hier ist ein Fast Food Laden. Die gibt es mittlerweile bei uns auch in “hip” und “alles selbst gemacht” – da basiert das Grundkonzept dann aber meist eher auf super-gesund als auf super-gut. Das ist hier ganz anders. Hip sind in Bologna (oder überhaupt in Italien) Familienrezepte, lang geschmorte Saucen, selbstgemachte Pasta und schwere Zitronen-Desserts aus Bio-Zutaten. So hip, dass das Ragū eigentlich nur ein Take-Away-Lokal ist. Mit der Pasta setzt man sich dann nämlich am besten zusammen mit einer guten Flasche Wein auf die nächste Piazza.

Ragū Bologna

Bolognas nächste Liebe: Tortellini

Pasta ist nicht gleich Pasta. Und Tortellini schon garnicht gleich Tortellini. Was bei uns gemeinhin nämlich als Tortellini “verkauft” wird, sind streng genommen Tortelloni. Tortellini, wie man sie hier vornehmlich “in brodo” – also in Brühe – verspeist, sind deutlich kleiner, vielleicht Daumennagel-groß, und anders gefüllt, als ihre größeren Verwandten. Gefüllt sind die Tortellini für die deliziöse Suppe traditionell mit Lende, gekochtem Schinken, Mortadella und natürlich Parmigiano Reggiano – noch so ein Lebensmittel, für das wir der Emilia Romagna dankbar sein können.

Tortellini gibt es in Bologna nun wirklich an jeder Ecke – zu Essen und zu kaufen. Wer die Möglichkeit hat, wird nicht ohne einen kleinen Vorrat im Koffer abreisen kommen, das ist sicher. “Sfogliare”, das bedeutet auf Deutsch so viel wie “blättern” oder “falten” und beschreibt den Beruf der “Nudelmacherinnen” mit “Sfogline”.

Sfoglia Rina | Via Castiglione, 5/b | www.sfogliarina.it
Ein modernes Konzept, ein schön eingerichtetes großes Restaurant mit Sitzbereich auch vorne im angeschlossenen Laden, in dem man praktischerweise direkt die frische Pasta kaufen und mit nach Hause nehmen kann.

Paolo Atti e Figli | Via Caprarie, 7 | paoloatti.com
Traditionelles, alteingesessenes Feinkostgeschäft mit einer breiten Auswahl an frischen Tortellini & Co.

Le Sfogline | Via Belvedere, 7 | www.lesfogline.it
Handgemachte, tagesfrische Pasta bester Qualität und nach Familienrezepten. Die Damen Zappoli, die den Laden betreiben, stehen selbst in ihrem Geschäft und bereiten die gefüllten Schätze vor, die mit höchstem Wert auf die verwendeten Zutaten entstehen. Hier gibt es neben den traditionellen Tortellini auch die für die Region sehr speziellen Passatelli, Tagliatelle, Gnocchi di Patate und Co.

Selber Kochen mit den Cesarine

Le Cesarine, das ist Italiens ältestes Netzwerk an Gastgeber(innen), die ihre Küchen für Gäste, Reisende und interessierte Hobby-Köche öffnen, um die Tradition ihrer Küche und ihre Familienrezepte weiterzugeben. Eine mehr als schöne Einrichtung und jedem nur zu empfehlen – egal ob in Bologna oder wo anders. Nirgends lebt Gastfreundschaft mehr als im eigenen Haushalt und Italien ist hierfür ohnehin ein Musterbeispiel – gerade zu Hause bei den Cesarine, wie in Bologna bei Oriana.

Oriana hat uns nicht nur akribisch die Zubereitung der traditionellen Tortellini in brodo gezeigt, ein hervorragendes Tiramisu zubereitet und ihre Schnaps-Bar für uns sehr freigiebig geöffnet – sie hat uns vor allem in ihrem eigenen vier Wänden willkommen geheißen, als wäre es das selbstverständlichste der Welt, Gästen aus aller Welt die eigene (Ess-)Kultur zu zeigen. Ein ganz wundervoller (und köstlicher!) Tag war das!

Aperitivo & Salumerias

Der Aperitivo als Konzept inklusive großem Zelebrieren von gemischten Aufschnittplatten mit bestem Schinken, Käse, Mortadella und Salami der Region wird groß geschrieben in Bologna – und das ist gut so!


Es gibt viele Stationen in Bologna, die sich für einen Ausflug in die Aperitivo-Kultur und für den Konsum von Sandwiches, Schinkenplatten und Co. bestens eignen – die Salumeria Simoni ist sicher ein Musterbeispiel dafür. Im Simoni Laboratoria in der Via Pescherie Vecchie muss man erstmal einen Tisch ergattern, ist dann aber auch bestens versorgt und aufgehoben. Getrunken wird übrigens selbstverständlich Lambrusco aus der Region! Und wer keinen Platz bekommt: in dem Gässchen direkt ab der Piazza Maggiore ist eine einladende Bar neben der nächsten.

Simoni Laboratorio |Via Pescherie Vecchie, 3/b | www.salumeriasimoni.it

Café & Dolci!

Espresso gehört auch in Bologna einfach dazu. Gepaart mit süßem Gebäck, das es hier in allen sündigen Varianten gibt, könnte man das glatt zum Morgen-Ritual machen. Cornetti alla crema, Bomboloni (ähnlich unseren Krapfen / Pfannkuchen / Berlinern) und Co. gibt es in vielen Cafés und noch mehr Konditoreien in der Stadt. Sehr schön fand ich die “Gran Bar” direkt hinter der Piazza Maggiore, ganz viel Tradition hat auch die Pasticceria Gamberini, gegenüber des großen Mercato delle Erbe.

Gran Bar | Via D’Azeglio, 7

Café Pasticceria Gamberini | Via Ugo Bassi, 12/R | gamberini.eu

Obwohl ich im Herbst in Bologna war, und nicht direkt von Sonnenstunden gesegnet – Gelato muss sein! Sicher an vielen Stellen sehr gut, in der Sorbetteria Castiglione ganz besonders.

The Sorbetteria Castiglione |Via Castiglione, 44 d/e | www.lasorbetteria.it

Märkte

Für mich sind Märkte immer das Herz einer Stadt. Nirgends und durch nichts anderes spiegelt so sehr die Kultur eines Landes wie die Esskultur. Der Umgang mit Lebensmitteln und Kulinarik ist in Italien ein anderer, als bei uns und man merkt auch im Stadtbild, wie stark gutes Essen und vor allem gute Produkte – vornehmlich aus der Region – hier ganz selbstverständlich verwurzelt sind.

Direkt in einer Stichstrasse von der Piazza Maggiore lässt sich herrlich einkaufen, hier ist auch ein kleiner Fischmarkt (in der Via Pescherie Vecchie – der “alten Fischerei-Strasse”) – und die vielen Feinkostgeschäfte reihen sich sowieso überall.

Die große Markthalle, der “Mercato Delle Erbe” ist auch nur wenige Schritte vom direkten Zentrum entfernt und lohnt definitiv einen Besuch.

Wein: Lambrusco & Co.

Lambrusco

Emilia Romagna, das heißt im Glas unter anderem: Lambrusco! Grasparossa, Salamino und Castelvetro sind die wichtigsten Rebsorten für Labrusco. Ich war im Herbst in der Nähe von Castelvetro di Modena, und konnte ein paar wunderschöne Herbstfarben auf den Weinbergen einfangen.

Das Klischee von schlechtem Lambrusco, den wir hier zu Jugendzeiten aus dem untersten Supermarktregal kennen, hält sich leider hartnäckig – dabei gibt es hier so viel zu entdecken. Es lohnt sich, zu verkosten, sich ein paar Weingüter anzusehen und einzutauchen in die spezielle Welt des Lambrusco, der übrigens keineswegs immer süß daher kommt. Nicht umsonst hat er seine Wiege und Tradition hier in der Emilia Romagna wo ein frischer, moussierender Wein mit Frucht und Zug wie nichts anderes zur vergleichsweise schweren Küche, zu Salumi, Käse, Fleisch und Co. passt!

Weinbars

In die Weinbar-Kultur in Bologna habe ich mich ernsthaft verliebt. In einer Bar wie Medulla Vini sitzen, den lockeren, familiären Service und die Gesellschaft der anderen Gäste genießen, Weine verkosten – das ist schon ziemlich schön. Dass man die beste Pizza der Stadt und Panini vom Laden zwei Strassen weiter bestellen und direkt hier essen kann: unbezahlbar. Hier lassen sich fantastische Abende verbringen, neue Freundschaften schließen und ganze Nächte die Stimmung der Stadt aufsaugen. Amore!

Medulla Vini |Via Guglielmo Oberdan, 18/A | www.medullavini.it

Enoteca Historical Faccioli |Via Altabella, 15/B | www.enotecastoricafaccioli.it

Und die musikalische Untermalung dazu:

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*Werbe-Hinweis: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Tourismus-Region Emilia Romagna im Rahmen der Kampagne “Blogville”. Die Destination wird im Artikel explizit erwähnt und verlinkt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.

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