Zu Spaghetti Bolognese kann ich eigentlich gar nicht so viel sagen. Ich denke wenn es wirklich das eine Lieblingsessen für mich gäbe, dann wären das Spaghetti Bolognese. Gute natürlich, nicht diese tomatige Schlabberpampe, die man manchmal auf Skihütten oder italienischen Restaurants bekommt, die sich vermutlich am besten nicht so nennen dürften. Spaghetti Bolognese helfen gegen großen Hunger, schlechte Laune, Kater, und alles andere, was sonst noch so mit “Soul Food” ausgeglichen werden muss.

Normalerweise mache ich meine Bolognesesauce mit Rinderhack. Gelesen habe ich schon öfter, dass auch andere Fleischsorten normalerweise in die Bolognese “gehören” und die Sauce auch schmackhafter machen – z.B. Wildschwein. Noch ist mir allerdings kein Wildschwein in Hackform über den Weg gelaufen. Seit der Fleischwolf jedoch Platz in meiner Küche wegnimmt, gestaltet sich die Hackfleisch-Beschaffung etwas einfacher, und für die Keftas (hmmm!) habe ich zuletzt ohnehin neben Rind- auch Lammfleisch gewolft. Lammkeule um genau zu sein.

Lammhack & Rinderhack Spaghetti Bolognese

Bolo at its best

“Meine” Bolognese, die ich sonst also immer genau gleich mache (relativ jedenfalls) war zu diesem Mal ein wenig anders (auch was die weiteren Zutaten anging). Mir war einfach danach und das Ergebnis hat mich total überzeugt – nichtsdestotrotz wird es auch weiterhin Bolognese in der “normalen” Form geben, daher die Anmerkungen zu den Abweichungen im Rezept.

Klein gehackte Zwiebel und Knoblauch kommen immer und auf jeden Fall in die Sauce. Normalerweise auch noch klein gewürfelte Karotten und Knollensellerie. Es soll ja Leute geben, die sind keine Fans von Sellerie – ich finde, wenn der klein gewürfelt in der Soße ist, ist der eine Bereicherung – ob man nun Selleriefan ist oder nicht. Zusätzlich habe ich in diesem Fall noch zwei in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln und ein paar klein gewürfelte Champignons dazu gegeben. Mit einem großen Schluck Olivenöl und einem guten Löffel Butter ähnlich wie beim Risotto-Soffrito andünsten ohne dass die Zutaten braun werden. Ruhig ein paar Minuten, sodass Karotten und Sellerie bereits anfangen weich zu werden. Die Temperatur ein wenig hochdrehen, das Hackfleisch (in diesem Fall ca. 400g, halb/halb Rind und Lamm) dazu geben und einigermaßen krümelig braten.

Ich gebe keine frischen Tomaten oder Tomaten aus der Dose in die Bolognese – ich mag sie einfach nicht so sehr tomatig. Anstatt dessen verwende ich Tomatenmark (bei 400g Hack so ca. 4-5 EL). Das unbedingt direkt zum angebratenen Fleisch geben und ein wenig mitbraten, dann entfaltet sich das Aroma am besten. Außerdem gibt das Tomatenmark der Sauce eine schöne Bindung. “Meine” Tomatensauce bekommt außerdem viel Rotwein. Ich mag Rotwein und finde er tut der Bolognese ganz besonders gut (wie übrigens diversen anderen Gerichten – “Kochopfer” von mir können ein Lied davon singen..). Jedenfalls mit viel Rotwein ablöschen und gerne auch noch ein bisschen Wasser (oder frisch gekochte Brühe) dazu – sodass alle Zutaten gerade so bedeckt sind. Idealerweise mindestens eine halbe Stunde köcheln lassen – gerne länger, zur Not aber auch kürzer.

Würzen mit frischen Kräutern, Meersalz, frischem Pfeffer, gern ein bisschen Chili und/oder Paprika und einer Prise Zimt und Kreuzkümmel. Muss nicht sein, passt aber einfach herrlich.