FleischKlassikerRezepte

Roastbeef at its rosa best – heiß & kurz statt lang & kalt

Vor Kurzem habe ich ein bisschen gefeiert. Ich liebe ja Gelegenheiten, möglichst viele Opfer zu haben, die essen was ich koche. An Anlässen wie meinem Geburtstag bringe ich sie dann noch dazu ein bisschen was zu trinken – dann vergisst sich der Kern des Anlasses – das Älterwerden – auch leichter. Dass mit der Party noch so viele Kochbücher den Weg zu mir gefunden haben war natürlich grandios, aber vom Happy Kochbuchtag habe ich ja schon berichtet. Zum noch Wichtigeren – zum Essen – komme ich also jetzt. In Etappen (es gab nämlich mehr als nur Roastbeef). Aber jetzt erstmal: Roastbeef. Rosa Roastbeef.

Roastbeef gebraten im Ganzen
Roastbeef im Ganzen gebraten

Die Metro hat an meinem Geburtstagseinkauf einiges verdient würde ich mal sagen. Der Einkaufswagen war riiesig. Aber für knapp 30 Leute soll’s ja auch ein bisschen was sein, auch wenn es nur ein bisschen was gibt. Dabei waren auch 2kg Roastbeef, deutsches Roastbeef, ein Färsenstück (also von einem weiblichen, schön marmorierten Rind). Das sah mir gut aus, war es dann auch. Ein wenig pariert habe ich es noch – ein bisschen Fett sollte aber schon noch dran bleiben für den Geschmack. Die grobe Fettschicht habe ich abgeschnitten, im Ofen dann aber trotzdem auf das Roastbeef gelegt, so konnte das Fett seinen Geschmack am Fleisch abgeben – musste danach aber nicht mehr abgeschnitten werden. Ob das jetzt küchentechnisch so korrekt ist weiß ich nicht – würd’s aber wieder so machen.

Butter, Kräuter auf Alufolie
Roastbeef-Bett

So. Es gibt ja da immer diese Weisheiten mit Niedriggaren, nicht Niedriggaren, kurz im Ofen lassen, lang im Ofen lassen – Hauptsache das Fleisch wird schön. Im Kochkurs bei Bernd Arold im Gesellschaftsraum hab ich vor ein paar Jahren mal gelernt, diese Haushaltsofen tun’s nicht so gut mit dem Niedriggaren – die Temperaturen lassen sich nicht so schön regeln im tiefen Bereich. Damals (übrigens empfehle ich jedem, sich den Spaß und das Essen eines solchen Kochkurses nicht entgehen zu lassen!) haben wir auch ein Stück vom Rind gemacht – und das nicht lang und kalt, sondern kurz und warm im Ofen gehabt. Danach dann in Alufolie gewickelt und gar ziehen lassen. War genial – so hab ich’s auch mit dem Roastbeef gemacht. Ist perfekt geworden. Durch und durch rosa (und natürlich lecker!).

Butter, Kräuter & Roastbeef
Kräuter, Butter, einwicklen

Ganz genau war das so: 2kg Roastbeef rund rum scharf anbraten. Für 25-30 Minuten bei 180° in den Ofen schieben. Rausholen und mit vielen Kräutern (hier Basilikum, Rosmarin, Thymian) und ein paar Stücken Butter fest in Alufolie wickeln. Darin einfach abkühlen lassen, rausholen, aufschneiden, freuen. Eine Aufschnittmaschine habe ich (leider noch) nicht, hab das Roastbeef dünn mit dem Messer aufgeschnitten, klappt auch.

Dazu gab es eine relativ klassische Remouladensauce aus Mayonnaise (zugegeben, normalerweise mache ich die selber – in diesem Fall nicht), Crème fraîche, griechischem Joghurt, Zitronensaft & Schale, etwas Gurkenwasser, ein bisschen Honig und gewürfelten Essiggurken, Salz/Pfeffer. Baguette auch – davon hatten wir ein paar Stängelchen, man denkt ja gerne mal, das Brot reicht nicht – tut es aber trotzdem immer.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ich bin ein großer Roastbeef-Fan, das Rezept klingt wirklich simpel und die Bilder sprechen für sich! Ab sofort hast du einen zusätzlichen Fan von deinem Blog! ;)

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