Ich habe einen Faible für Frühstückseier. Egal ob Rührei, Eggs Benedict oder im Toast: gerade am Wochenende muss das sein. Onseieier oder auch Onsen-Tamago haben ihren Ursprung in Japan – traditionell sind sie in heißen Quellen (Onsen) gegart.
Im normalen kochenden Wasser gart das Ei von außen nach innen und das Eigelb wird hart oder bleibt flüssig je nachdem wie kurz oder lang es im Topf bleibt. Das besondere am Onsenei ist die durchgängige Konsistenz von Eigelb und Eiklar, denn anders als beim normalen Kochvorgang wird beim Onsenei nach 45-60 Minuten eine gleichmäßige Temperatur im Ei erreicht. Besonders komfortabel gelingt das im Sous Vide Becken, das die Wassertemperatur konstant hält. Ich nutze den fusionChef Pearl von Julabo und gebe die Eier direkt ins Becken.

Onsenei:

Meine Onseneier haben ca. 50 Minuten bei einer Temperatur von 63° im Becken verbracht. Das Eigelb ist so noch fast flüssig und das Eiweiß gerade so gestockt. Nach dem Garen die Schale vorsichtig aufschlagen, etwa zur Hälfte abpellen und das Ei herausgleiten lassen.

Kartoffelchips:

Eine Kartoffel in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln. In Pflanzenöl habe ich die Chips zwei Mal frittiert. Im ersten Durchgang garen sie, dann tropfen sie auf Küchenpapier ab und werden im zweiten Durchgang schön knusprig und goldbraun. Mit Meersalz würzen.

Spinat:

Wer faul ist – und das kann morgens schon mal vor kommen – erhitzt den Blattspinat mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas Sauerrahm oder Sahne im Thermomix und lässt ihn kurz auf die gewünschte Konsistenz zerkleinern. Wer weniger faul ist brät ihn in der Pfanne mit klein gehackten Schalotten und püriert ihn danach (oder lässt ihn ganz).

Der Schinken auf diesem Teller ist vom Sardischen Feinkosthändler auf dem Elisabethmarkt in München. Serrano oder sogar guter gekochter Schinken sind aber sicher eine ebenso gute Begleitung.

Rezept-Zusammenfassung

Rezept:
Onsenei mit Spinat, Kartoffelchips & Schinken
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