Ich habe schon ab und zu mal Brownies gemacht, war aber mit dem Ergebnis nie so 100%ig zufrieden. Jetzt habe ich das ultimative Brownie-Rezept gefunden, bei honigkuchenpferd.com (danke! – das wird auch sicher nicht das letzte „nachgebackene“ Rezept bleiben). Als ich diese Cheesecake Variante gesehen hab wusste ich, das ist was für mich. Das Rezept hat relative Gelingsicherheit versprochen (das ist schon mal sicherer wenn ich backe) – da waren die Geburtstagbrownies fürs Büro also gesichert.

Ich habe das Rezept nur wenig abgewandelt, größter schmeckbarer Unterschied war sicher die Tonkabohne in der Cheesecake-Füllung. Dass ich Tonkabohne mag hat sich ja schon herumgesprochen seit der Crème brûlée in der Blauen Donau.
Bei Wikipedia habe ich gerade gelesen, dass man der Tonkabohne eine hypnotisch-erotisierende Wirkung nachsagt. Mindestens hypnotisch unterschreibe ich sofort. Wenn mich jemand fragt was Tonkabohne ist, sage ich immer „das ist so ähnlich wie bei Muskatnuss – große Mengen sind ungesund und berauschend“. Außerdem lässt sie sich ähnlich wie Muskatnuss mit einer SEHR feinen Reibe verarbeiten (oder aber man lässt sie z.B. in Sahne ziehen, die man danach als Mousse verarbeitet… dabei habe ich aber schon schlechte Erfahrungen gemacht über die ich nicht genauer sprechen mag .. ich sage bloß zu heiß erhitzte Sahne, die dann nicht mehr steif wird, schlabbriges Mousse etc…). Ich reibe die Tonkabohne daher immer.

Brownies mit Cheesecake-Tonkabohnen-Füllung

Über den Geschmack (und den Geruch!) der Tonkabohne spreche ich da schon lieber – einfach herrlich, duftend, vanillig, unwiderstehlich. Man sagte mir sie schmecke fein gerieben nicht nur in Desserts sondern z.B. auch auf rosa gebratenem Reh ganz wunderbar – das werde ich zur Wildsaison mal testen.

Um aber auf die Brownies zurück zu kommen: die Tonkabohne harmoniert so perfekt mit der Cheesecake-Füllung, man könnte meinen sie sei nur zu siesem Zweck an ihrem Karibischen Baum gewachsen. Ein Paradoxon eigentlich, situiert man Brownies ja klassisch in den USA wo die Verwendung der Tonkabohne (wegen ihrer erotisierenden – nein, wegen ihrer berauschenden Wirkung) in Lebensmitteln mittels der Food & Drug Administration verboten ist.

Zutaten für 1 quadratische Brownie-Form ca. 25 auf 25cm:

    Teig

  • 75 Zartbitterschokolade
  • 120g Butter
  • 150g Mehl
  • 50g Kakao
  • 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz
  • 150g brauner Zucker
  • 75g Feinzucker
  • 150ml Buttermilch
  • 2 Eier
  • 1 Messerspitze frisch ausgekratztes Vanille-Mark
    Füllung

  • 500g Philadelphia (oder anderer Doppelrahmfrischkäse)
  • 200g Feinzucker
  • 2 Eier
  • 1 Messerspitze frisch ausgekratztes Vanille-Mark
  • 1/3-1/2 sehr fein geriebene Tonkabohne (die besorge ich im Gewürzladen meines Vertrauens, Kräutergarten in München, Pestalozzistraße 3)

Zur Zubereitung:
Brownieform mit Backpapier auslegen, Ofen auf 175° vorheizen.
Schokolade und Butter schmelzen (Wasserbad oder auch Mikrowelle wer hat).
Mehl, Kakao, Backpulver und Salz mischen.
In einer zweiten Schüssel für den Schokoteig Eier, Buttermilch, braunen Zucker, Feinzucker und Vanille verrühren, dann Schokoladen-Butter-Mischung dazu geben und nach und nach die Mehl-Mischung einrühren.
Für die Füllung Frischkäse mit Zucker und Vanille cremig schlagen (mit Schneebesen oder Rührgerät), Eier und Tonkabohnenabrieb hinzufügen und vermengen.
Grundsätzlich gilt bei den Brownies: alles nur so lange verrühren wie unbedingt nötig – nicht zu viel und/oder zu lange.
ca. 4/5 des Schokoteiges in die Form geben, die Füllung darauf verteilen und vorsichtig den restlichen Schokoteig oben drauf verstreichen. Mit einem Stäbchen oder einer Gabel eine Marmorierung durch den Teig ziehen.
Bei mir haben die Brownies ca. 40 Minuten gebraucht – ich habe sie aus dem Ofen geholt als sie noch schön saftig waren, nicht zu trocken gebacken.