Ich und Kuchen backen, das hatten wir ja schon. Aber Kuchen haben ist ja schon nett. Sonntags vor allem, und die Kollegen mögen das glaube ich auch Montags ganz gerne. Nun hatten wir neulich im Büro, in allgemeiner Shopping-Wut eine viertel Stunde, in der wir zu dritt ungefähr fünf Martha Stewart Bücher bestellt haben. Einfach so. Weil Kuchen und Cookies und Cupcakes wie diesen kann ja wirklich niemand widerstehen – Backkünste hin oder her. Jetzt habe ich also zwei neue Backbücher zu Hause. Irgendwann müssen die ja ausprobiert werden, diese Kuchen. Als erstes durfte der Karotten-Kuchen mit Frischkäse-Frosting auf den Prüf-Back-Stand bzw. in den Ofen..

Martha Stewart Karottenkuchen mit Frosting

Und? Lecker! Besonders die Kombination mit dem Frischkäse-Topping. Anders als viele Cupcake-Frostings ist es keine Butter und Puderzucker Mischung sondern eine Frischkäse und Puderzucker und etwas Vanillezucker Mischung. Der reichhaltige, leicht malzige (durch den braunen Zucker) und saftige Karottenkuchen mit Zimtnote dazu: so kann man sich Herbst-Sonntage gefallen lassen würde ich meinen. Übrigens führe ich eine Studie durch. Freundin, Nachbarin und Kollegen müssen (und ob das schrecklich ist wird sich rausstellen) probieren. Misst man am Anblick des Kuchens wird das Urteil denke ich aber milde ausfallen. Ich war in der Tat erstaunt, wie gut der Kuchen und auch das Frosting gelungen sind – und das Rezept war nicht mal kompliziert.

Karottenkuchen mit Frischkäse-Frosting von Martha Stewart

Vanille-Aroma habe ich im Kuchen mit echter Vanille (1/2 Schote) ersetzt. Im Frosting habe ich 2 TL selbst gemachten Vanillezucker verwendet.
Für den Kuchen 1 1/4 Tassen Mehl, 1 TL Backpulver, 1/2 TL Natron, 1/2 TL Zimt und 1/2 TL frisch geriebene Muskatnuss mischen.
1/2 Tasse weiche Butter mit 1/2 Tasse braunem Zucker schaumig schlagen. Zwei Eier untermengen und ca. 1 Tasse geraspelte Karotte ebenso dazu geben wie das Mark einer halben Vanilleschote. Die Mehlmischung unterheben, sodass alles gerade so vermengt ist. In eine gebutterte Silikonform (oder entsprechend präparierte andere Kastenform) füllen und bei 180 Grad ca. 40-45 Minuten backen.
Gut auskühlen lassen und das Frosting vorbereiten: ca. 225g Frischkäse (in diesem Fall ganz “normaler” Philadelphia) mit 1 Tasse Puderzucker und 2 TL Vanillezucker schaumig schlagen. Auf den Kuchen streichen (das Frosting ist recht schön fest) und mit Karottenraspeln dekorieren.

Das Buch: Martha Stewart’s Cakes: Our First-Ever Book of Bundts, Loaves, Layers, Coffee Cakes, and more ist noch recht neu und meiner Meinung nach unbedingt einen Kauf wert. Es enthält sehr viele Rezepte, die schön aufgeteilt sind und durchaus machbar – es muss ja nicht immer gleich der Devils Layer Cake auf dem Cover sein. Vom Kastenkuchen über Gugelhupf und Blechkuchen mit und ohne Obst oder mehrlagige Torten ist da für jede Gelegenheit und Backfähigkeit was dabei. Was bleibt ist das umrechnen der amerikanischen Maßeinheiten. Da es sich beim Backen ja aber in der Regel um Tassen handelt, ist das völlig unproblematisch.