Mein Beitrag zu Post aus meiner Küche kommt ein bisschen spät, ich geb’s zu. Was nicht heißt, dass der Tausch nicht wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Ich habe mich mit der wunderbaren emmabee im Nymphenburger Schlosspark getroffen zum Austausch unserer Kleinigkeiten – und ich bin immer noch ganz verzückt über die Leckereien, die sie für mich parat hatte. Von mir für Sie gab es mit Frischkäse gefüllte Kirschpaprika, aus dem Supermarktglas auch bekannt als “Pepper Balls” oder natürlich vom Feinkostladen des Vertrauens. Außerdem noch ein Pfirsich-Feigen-Kompott mit Vanille-Joghurt zum Nachtisch.
Diese kleinen gefüllten, leckeren, scharf-milden Kirschpaprika sind ja gekauft meist ziemlich teuer. Ob aus der Feinkosttheke oder im Glas – man hat das Gefühl, man kauft Pralinen, nicht Gemüse mit Frischkäse. Ich wurde eines besseren belehrt, die Dinger sind nicht nur super lecker sondern auch eine sch*** Arbeit – aber natürlich jede Minute (und umgekehrt damit auch meist jeden Cent) wert!
Man nehme: Kirschpaprika. So kleine, runde, leicht scharfe. Ja wo gibt es die eigentlich? Jemand schon mal welche im Supermarkt gesehen? Natürlich nicht. Im Gemüseladen um die Ecke? Nein. Sogar auf dem Viktualienmarkt hätte ich Zweifel gehabt (obwohl nicht ausprobiert). Fündig geworden bin ich im türkischen Supermarkt Verdi in der Landwehrstraße in München. Eigentlich war ich dort, weil die unglaublich günstiges, gutes Lammfleisch haben – auch eine unbedingte Shopping-Empfehlung. Dass die Gemüseauswahl da jedes Koch-Herz höher schlagen lässt, habe ich mehr oder weniger zufällig entdeckt. Auberginen in allen Variationen, frische Kräuter, exotisches Obst, tolles Gemüse und: Kirschpaprika, ein ganzer Korb voll. Als ich mit einer riesigen Gemüsetüte und nur 5,83 Euro weniger den Laden verlassen habe, habe ich zusätzlich nicht schlecht gestaunt.
Die wunderbaren kleinen Paprika müssen jetzt in etwas frickeliger (ich finde das ja tatsächlich perverserweise irgendwie meditativ) ausgehöhlt werden, am besten mit einem kleinen, spitzen Gemüsemesser. Danach auswaschen um die restlichen Kerne zu entfernen. Ich habe die Paprika kurz in Olivenöl in der Pfanne angebraten und ein bisschen durchgeschwenkt, dass sie weich geworden sind – das dauert wirklich nur ein paar Minuten.
Für die Frischkäsefüllung Doppelrahmfrischkäse, viel gehacktes Basilikum, die Schale von einer Bio-Zitrone (und ein wenig Saft), ein bisschen geriebenen Parmesan, Meersalz und frischen gemahlenen Pfeffer vermischen. Die Füllung darf ruhig mild sein – die Paprika waren (wenigstens im meinem Fall) würzig-scharf genug. Am besten lässt sich die Füllung mit einem Spritzbeutel in die Mini-Paprikas befördern.
Ein Glas mit den Kirschpaprika-Bällchen füllen, ein bisschen mit Basilikum dekorieren wer mag und mit Olivenöl (muss jetzt nicht das teuerste, aber schon ein möglichst gutes sein) auffüllen. Oder natürlich gleich essen, oder zum Picknick mitnehmen.
Alle Bilder in der Lightbox:


viel Spaß beim Kerne-Pulen und Füllen Ihr drei ;) ..
@Marco: ja jede Minute wert und danach aber leider vieeeel zu schnell weg ..
@Küchenjunge: verstehe ich total – ich könnte sterben für die Dinger
@bee: es war mir eine Freude! :)
*annette
@Küchenjunge
Dem schliesse ich mich an! Und wie Annette schreibt, bestimmt jede Minute der Zubereitung wert! Trotzdem kann ich mir die Heidenarbeit, die dahinter steckt schon bildlich vorstellen. Aber was wir kulinarisch Besessenen uns nicht gerne alles aufhalsen :) I like!
Boah! Ich liebe diese Teile! :-) Habe noch nie darüber nachgedacht sie selber zu machen… Das muss ich mal ausprobieren! Danke!
hi du,
wunderbar wars… und was für ein glück hab ich, dass ich die beschenkte war… und nun kann ich’s ja auch endlich mal nachmachen ;-)….
liebe grüße,
*bee