Auch an Weihnachten wurde gekocht – natürlich. Ehrlich finde ich das ist eine wunderbare Beschäftigung für die Feiertage, bevor man nur unterm Baum sitzt und Plätzchen isst. Am liebsten hätte ich noch viel mehr gekocht. Am Heiligen Abend habe ich mich allerdings zurück gelehnt und das Raclette herrichten meinen Eltern überlassen. Auch nicht verkehrt. Am ersten Feiertag gab es das IFA-Lamm (ja, Rezept folgt als nächstes), davor sollte es eigentlich diese Suppe geben. Um das Planungschaos abzukürzen: es gab die Suppe doch erst am nächsten Tag. Dafür für doppelt so viele Leute und etwas anders als ursprünglich gedacht, dafür mit Eichhörnchen. Alles klar oder? Pastinaken-Pilz-Suppe mit Granatapfel und Eichhörnchen(Croutons) also.

Ach ja, da war dann noch die Sache mit den Tellern. Allein an denen sieht man: ich habe nicht zu Hause gekocht. Da sind die Teller nämlich weiß. Erstaunlich, wie sehr ein nicht-weißer Teller vom Essen an sich AUF dem Teller ablenkt, besonders auf dem Foto. War mir nie so bewusst bis ich jetzt, nach Weihnachten, nicht so 100%ig zufrieden mit den Fotos bin. Aber gut. Ist ja irgendwie urig und kultig mit den Eichhörnchen und dem Old English Porzellan, oder?! Wartet bis Ihr das Geschirr für das IFA Lamm seht.

Pastinakensuppe mit Pilzen & Granatapfel

Eichhörnchen, Salbei & Granatapfel

Für 6-8 Personen
1 Hand voll getrockneter Steinpilze in einer kleinen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen und aufquellen lassen. Das Wasser nicht wegschütten – es kommt später in die Suppe. 1 große Zwiebel würfeln und in Olivenöl anschwitzen, 10 geputzte und geschnittene Pastinaken, 2 Hand voll geviertelte braune Champignons, 2 mittelgroße, mehlige Kartoffeln (ebenfalls in großen Würfeln) und den Saft einer Orange dazu geben. Auch die aufgeweichten Steinpilze klein Schneiden und mit in die Suppe geben. Mit ca. 350ml Weißwein, dem Steinpilzwasser, ca. 200ml Milch und 1,5 Bechern Sahne auffüllen und das Gemüse weich kochen.

Ich habe die Suppe zunächst püriert und dann passiert. Das ist ein bisschen doppelt gemoppelt und war jetzt auch nicht von Anfang an der Plan – ich war mir der Anwesenheit einer Passiermühle zu Anfang nur nicht bewusst.. aber gut. Ich würde sagen: nach Geschmack, je nachdem wie fein sie sein soll, die Suppe.

Mit Meersalz, Pfeffer, einer Prise Zimt und scharfem Paprikapulver abschmecken. Je nachdem wie die Konsistenz schon gefällt noch mit etwas Sahne und / oder Weißwein verdünnen.

Granatapfelkerne auspulen und bei Seite stellen, Salbeiblätter abzupfen und Eichhörnchen (oder was auch immer beliebt) mit einer Plätzchenform vorsichtig aus Vollkorntoast ausstechen. In reichlich Butter die Croutons und Salbeiblätter braten und zusammen mit den Granatapfelkernen auf der Suppe anrichten. Gerne auch in weißen Tellern, oder welchen mit Neon-Muster, oder altes Englisches .. schmeckt jedenfalls ziemlich lecker.