Zum Eröffnungsabend des Ruinart White Room in München lässt es sich Ruinarts Oenologin Amélie Chatin nicht nehmen, selbst zugegen zu sein. Ein kleiner illustrer Kreis, inklusive des Gastgebers Michael Käfer selbst, genießt ein fein auf die Champagner des Hauses abgestimmtes Fünf-Gänge-Menü im ausgefallenen, ganz in weiß gehaltenen, Ambiente.

Ruinart White Room Käfer SchänkeDer weiße Raum mit der extravaganten, eigens für dieses Dining-Konzept entworfenen Lampe, ist eine Hommage an die eindrucksvollen Kreidekeller der Champagne. Allein Ruinart verfügt über acht Kilometer an Gängen unter der Erde, die bis zu 38 Meter hohe Gewölbe bergen, in denen noch heute der Champagner optimale Bedingungen für seine Reifung findet. Nach Stationen in den Niederlanden, in Singapur und in der Schweiz lässt sich nun also auch in München einen Monat lang exquisit in dem imaginären Kreide-Dom speisen – und das ganz ohne viele Stufen in die Tiefe unter das Terroir der Champgne zu steigen. Ein paar wenige in die Käfer Schänke genügen, Platz bietet der Raum für 6 bis 16 Personen.

Nicht nur auf die Kreide, auch auf die weiße Traube im Champagner referenziert das strahlende Weiß des White Room. Der Chardonnay ist in allen fünf Cuvées besonders präsent und prägt den Stil des Hauses. Mario Huggler und Renaud Delacour, die Käfer Küchenchefs, haben zu vier der Weine ein wirklich deliziöses Menü kreiert, das Frische, Schnörkellosigkeit und die Nuancen der Champagner bestens unterstreicht und einmal mehr zeigt, dass Schaumwein ein Essensbegleiter par excellence ist.

Sashimi und Tempura vom Kaisergranat, Minzdip, Granatapfel und Rindermark | Ruinart Rosé

Die Vorspeise ist ein herrlicher Auftakt zum Menü. Der Granatapfel greift den Rosé in seiner Frucht auf, die feinen Minz-Noten finden sich im Dip zum Kaisergranat, der widerum durch Säure und Frische im Champagner bestens umspielt ist.

Bries und Carpaccio vom Kalb, Kartoffel-Mascarpone-Espuma, Knusperblatt und Eigelb vom Bio-Huhn | R de Ruinart

Kalb und Kartoffel Ruinart White Room

Vielleicht mein Lieblingsgang des Menüs. Die an sich schlichte Kombination mit seiner sehr cremigen Textur verschmilzt auf dem Löffel zu einem unglaublich schmackhaften Gesamtkunstwerk. Die Perlage der Cuvée R hebt die reichhaltigen Konsistenzen von Mascarpone und Eigelb und verstärkt so sogar noch die Aromenvielfalt. Großes Kino.

Kross gebratener Bar de Ligne (Wolfsbarsch), gebundener Sud vom Zuckermais mit Curry, Shitake, Brokkoli und Amaranth | Ruinart Blanc de Blancs

Wolfsbarsch, Ruinart White Room

Der Fisch von erstklassiger Qualität, die Süße des Zuckermais spielt wunderschön mit der Frische des Blanc de Blancs, dreierlei vom Brokkoli sind eine Entdeckung für sich.

Poularde de Bresse Sûprème und Blanquette en Cocotte, Urkarotten, Foie gras, Périgord-Trüffel | Dom Ruinart 2004

Poularde Ruinart White Room

Der Höhepunkt des Menüs vereint mit der Poularde, dem Trüffel und Foie gras das Beste vom Besten mit der Prestige Cuvée 2004. Das Sößchen ist ebenfalls ein Traum – da bleibt nichts mehr hinzuzufügen.

Dessert Ruinart White RoomHimbeer-Cremeeis und Himbeer-Champagner-Macarons, Gratin mit Ziegentopfen | Ruinart Rosé

Zum Abschluss gehen wir im Glas zurück zum Rosé, diesmal mit der vielleicht naheliegendsten Frucht, der Himbeere, gepaart. Ein Tribut an den Champagner auch die Füllung des Macarons, das Ziegentopfen-Gratin hält eine angenehm-erfrischende Säure, wie auch der Wein.

Im White Room dinieren kann man jeden Abend ab sofort noch bis einschließlich 15. November mit 6 bis maximal 16 Personen zu 198 Euro pro Person.
Reservierungen im Restaurant Käfer-Schänke unter
kaeferschaenke@feinkost-kaefer.de oder
+49 89 4168-210