Im Februar war ich längst überfällig mal wieder in Hamburg. Ein Treffen und Dinner mit den lieben Mitreisenden der Kochbuchreise ins Cilento hat mich in den Norden gezogen. Wir haben unser Buch in gedruckter Form bewundert und gefeiert, gleich zwei Abende lang. Auf der Suche nach einem Hotel, das günstig zwischen allen Locations positioniert ist, lag das 25hours Hotel Number One in Altona auf der Hand und stellte sich auch als famose Wahl heraus.

Feiern zwischen Ottensen und Off-Club mit Verbindung in die Innenstadt, unkompliziert aber schön wohnen, das ganze bitte noch erschwinglich. Ist ja gar nicht so einfach. Das 25hours Number One ist unschwer zu erraten das erste der mittlerweile sieben 25hours Hotels. Design in Anlehnung an Stadt und Location, lockere Atmosphäre, die trotzdem an nichts fehlen lässt und nette Gimmicks, die einen sich wie zu Hause fühlen lassen – das Konzept der Kette findet sich auch im ersten Haus schon. Retro-Tapeten, -Lampen und -Formen im Stil der 60er und 70er hüllen schon die Lobby (und auch die Flure und Zimmer) in ihre eigene Welt. Alles ist hell, es gibt ein Begrüßungs-Astra und Basil Smash an der Bar, bevor einen auf dem Zimmer das Kissen auf die gemeinsame Nacht einlädt.

Leider war mir Petrus weniger zugetan als das Hotel und es hat einen ganzen Samstag lang geschüttet, als gäbe es kein morgen mehr. Erstmal ausschlafen also und ausgiebig frühstücken. Das Frühstücksbüffet ist wirklich günstig und durchaus lecker. Für etwas ausgefallenere Cafés mit besondererer Auswahl finden sich aber auch im nahe gelegenen Ottensen viele schöne Alternativen, habe ich mir sagen lassen. Die S-Bahn ist fußläufig erreichbar (ca. 10 Minuten), der Bus in die Innenstadt ist sogar noch näher. In Hamburg soll man sich ja nicht so anstellen wenn es regnet, ich bin also tapfer an den Landungsbrücken entlang gelaufen, nicht ohne vorher einen Aufwärm-Kaffee im “Milch” zu trinken (das ich sehr empfehlen kann).

Selten weiß man ein schönes Hotel mehr zu schätzen, als wenn man viel Zeit in ihm verbringen muss. Durchgefroren und nass, mit einem freien Nachmittag auf dem Zimmer sind ein schöner Raum zum Wohlfühlen und kostenloses (funktionsfähiges!) Wlan Gold wert. Wer noch mehr Zeit hat könnte zum Beispiel das Spa im nahegelegenen gastwerk Hotel besuchen und bei schönem Wetter laden Leihfährräder zu Erkundungstouren ein, es fehlt also an nichts. Der gut besuchte “burger de ville” Burger-Camper verspricht Stärkung beim nach Hause kommen, eine Kostprobe davon war wegen vollem Restaurant-Programm leider bei diesem Besuch nicht drin.

Alles in allem: wer in Hamburg weilt und Grund hat, nicht direkt in der Innenstadt zu wohnen (oder etwas weniger Geld ausgeben möchte) ist im 25hours Number One bestens aufgehoben, gut angebunden, freundlich umsorgt und bleibt nicht hungrig – alles, was der Städte-Reisende begehrt.

25hours Hotel Hamburg Number One
Paul-Dessau-Strasse 2
22761 Hamburg

Nachschlag:
Und wer es ganz besonders krachen lassen möchte oder einfach nur ein bisschen faul ist, der lässt sich zum Flughafen bringen oder abholen (oder beides) – so wie ich. Blacklane war so nett mich ein bisschen rum zu kutschieren, Sonntag Abend vom Flughafen nach Hause (der in München ja bekanntermaßen nicht direkt zentral liegt) konnte ich kaum nein sagen. Und ja: Am Ausgang abgeholt, ins warme Auto begleitet und von Tür zu Tür gebracht zu werden ist schon schön, keine Frage. Besser für den Geldbeutel stellt sich dennoch die S-Bahn heraus..

Hinweis: Das 25hours Hotel war so freundlich mich zur Übernachtung einzuladen. Meine Meinung blieb davon natürlich unbeeinflusst.