Ich hatte das Vergnügen ein Ostermenü zu kreieren. Ja – schon ein paar Wochen vor Ostern, denn es sollte passend zum Wein sein, zum Oster-Wein-Paket von Wine in Black genauer gesagt. Da habe ich nicht lange gezögert, ein paar Freunde eingeladen und Ostern um ein paar Wochen vorverlegt. Pre-Easter war fantastisch muss ich sagen – auch die Weine. Los ging es mit rohem Thunfisch, gelber Tomate, Baby-Mangold, Maracuja-Pistazien-Dressing und pochiertem Ei. Dazu Graham Beck Brut ‘Méthode Cap Classique’. Ich kannte den Graham Beck vorher schon und habe mich auf ihn besonders gefreut.

Graham Beck Schaumwein

Graham Beck Brut Méthode Cap Classique

Für meinen Gaumen schmeckt der Graham Beck Brut tatsächlich ein bisschen wie Südafrika, auch wenn ich noch nicht dort war – aber wenigstens wie ich mir das vorstelle. Hört sich komisch an? Ich versuch’s anders: Frische, Frucht, Meeresbrise, Sonne, Ausgewogenheit, keine zu spitzen Aromen, viel Eleganz. Nicht parfümiert fruchtig, sondern ganz subtil. Nicht staubtrocken oder muffig wie ich das an anderen Schaumweinen zuweilen nicht mag. Wie auch immer – ich finde den super. Fantastische Champagner-“Alternative” und sicher einer meiner Lieblings-Schaumweine (übrigens auch der Rosé).
Thunfisch und Maracuja liebe ich ja sowieso und die Kombination hat sich als ganz wunderbar heraus gestellt. Der Babymangold ist relativ erdig – das hebt sich finde ich aber recht schön auf mit dem fruchtig-sauren Dressing. Die gelbe Tomate dazu war eher eine Zufalls-Entdeckung, hat aber umso besser gepasst. Und das pochierte Ei? Ehrlich – ich habe diese pochierten Eier für mich entdeckt zur Zeit. Und es war fabelhaft dazu, sowohl zum Thunfisch, als auch zum Mangold. Ach ja.. und zu Ostern passt das ja sowieso.

Zu meinem Pre-Easter-Dinner waren wir 6 Personen, so bemessen sich auch die Mengen im Rezept:

Für das Dressing 1 Hand voll frischen Koriander fein hacken (für mich kann es ja gar nicht genug Koriander sein – wer den nicht “mag” vielleicht mit Basilikum ersetzen). Das Fleisch aus 3-4 Maracujas lösen und beides mit 1 EL Honig, etwas Zitronensaft, 4 EL Olivenöl und 2 EL Pistazien vermischen. Einer meiner neuen absoluten Lieblinge im Gewürzregal ist Tasmanischen Bergpfeffer (gibt es z.B. bei Rimoco). Der ist hoch-aromatisch, nicht zu pfeffrig und leicht zitronig. Passt super – am besten im Mörser zerstoßen. Wer den nicht hat oder bekommt kann z.B. auch Zitronenpfeffer oder natürlich sonst normalen Pfeffer nehmen. Nur bitte kein fertig gemahlenes Pfeffer-Pulver, das Zeug ist ein Unding! Außerdem etwas Meersalz.

Maracujadressing zum Thunfisch

Maracuja-Pistazien-Dressing

Die große gelbe Tomate habe ich beim türkischen Gemüsehändler meines Vertrauens ergattert. Sensationell schönes Gemüse – und an der konnte ich einfach nicht vorbei gehen. Natürlich gehen auch kleinere gelbe Tomaten. Diese hier hat sich angeboten, weil man von ihr ganz wunderbar große Scheibchen abschneiden konnte. Der Thunfisch muss absolut frisch und beste Qualität sein. Versteht sich von selbst dass der nicht etwa tiefgefroren oder sowas sein darf, sondern beim Fischhändler des Vertrauens besorgt oder je nach Verfügbarkeit vorbestellt. In meinem Fall war das Fisch Poseidon am Viktualienmarkt, die haben immer eine fantastische Auswahl an Fisch in Sushi-Qualität. Ich habe für jeden Gast mit 50g geplant. Die Tomate in große Scheiben schneiden, auf ihr den in Scheiben geschnittenen Thunfisch anrichten. Pro Person etwa 1/2 Hand voll Baby-Mangold (alternativ natürlich auch Baby-Spinat oder Wildkräutersalat) im Dressing marinieren und ebenfalls auf dem Teller anrichten. Das übrige Dressing über dem Thunfisch verteilen.

Graham Beck Brut zum Thunfisch

Vogelperspektive auf Thunfisch, Ei und Schaumwein

Ehrlich – ich finde das mit dem Eier pochieren jetzt nicht soo leicht, wenigstens nicht ohne Übung. Die ersten paar Male habe ich ganz schön daneben gelegen, YouTube Videos helfen aber. Was ich schon für mich herausgefunden habe: Essig im Wasser muss ein, das Wasser nicht sprudelnd kochen, die Schöpfkelle im heißen Wasser schon vorwärmen, das Ei zuerst in ein kleines Glas aufschlagen dann über die Schöpfkelle ins Wasser buchsieren und mit zwei Esslöffeln modelieren. Außerdem nicht zu schnell wieder rausnehmen, schon ca. 3 Minuten drin lassen, dass auch das Eigelb ein bisschen fest wird. Alternativ die Eier einfach wachsweich kochen, schälen und dann zum Baby-Mangold anrichten.
Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer über Ei und Thunfisch streuen, mit Baguette oder Fladenbrot servieren.

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