Risotto mit Radiccio, Chorizo, Peccorino & Tomaten – das Risotto 5×1

Radiccio-Risotto mit Topping aus Chorizo und Tomaten

Risotto ist eine Kunst – sagen die, die meinen sie kochen die guten Risotti. Risotto ist doch nur Reis – sagen die, die noch nie eine gute Risotto gegessen haben. Ich sage: Risotto ist toll, aber weniger profan zu zubereiten als gemeinhin gedacht wird. Ob Risotto-Fan oder nicht-Risotto-Fan: hier meine Risotto-Variante, die ich ganz selbstverständlich für künstlerisch halte. Wichtig egal was sich später im Risotto verstecken mag, wie in diesem Fall Radicco & Peccorino, obendrauf Cocktailtomaten, Chorizo und rote Zwiebel – ich lege Wert auf ein Sofritto, eine gute Brühe, echten Risottoreis, Weißwein und viel Rühren. Mein 5×1 der Risotti sozusagen.

Aber von vorne: eine gute Freundin, die noch dazu praktischerweise göttlich kocht und sehr italophil ist, war meine Inspirationsquelle für “was für ein Risotto könnte ich denn mal machen”. (Als Hauptgang vor dem Himbeer-Erdnussbutter-Dessert). Von ihr ist die Idee mit dem Radiccio – und die mit dem Peccorino. Genau genommen wären das zwei unterschiedliche Rezepte gewesen, aber was soll’s. Ein richtig italienisches Risotto also, bis auf die Chorizo wenigstens.

Radiccio, Peccorino, Tomaten und Chorizo im Risotto

in tiefen Tellern anrichten

Risotto Kochen folgt eigentlich immer nach dem selben Prinzip.
(1) Einen kleinen Topf mit Brühe aufsetzen und erhitzen – idealerweise selbst gekocht, hier im Glas und in Bio-Qualität von Herrmannsdorfer.
(2) Für das Sofritto Zwiebel, Knoblauch und Knollensellerie sehr fein würfeln. Sofritto ist quasi eine Gemüsebasis für vielerlei italienische Gerichte.
(3) In viel Olivenöl und auch einem Stück Butter dünstet man das Gemüse langsam und lang (ca. 5-10 Minuten) an, ohne es dabei braun werden zu lassen.
(4) Erst dann gebe ich den Risottoreis dazu (ca. 70g pro Person), hier am besten italienischen Risottoreis (z.B. Arborio).
(5) Den Reis mitdünsten, bis das Olivenöl vollständig aufgesaugt ist, dann bei einem Rezept für vier Personen mit einem großen Glas Weißwein ablöschen.
(6) Rühren, rühren, rühren, bis alle Flüssigkeit aufgesaugt ist.
(7) Das Ganze jetzt jeweils mit einem Schöpflöffel heiße Brühe wiederholen (insgesamt brauche ich ca. 1 Liter) und dabei viel rühren. Je nachdem wie sehr die Brühe gewürzt ist braucht es nur noch ein wenig Salz und Pfeffer.
(8) Wenn der Reis so gut wie fertig ist ein großes Stück Butter und eine Hand voll geriebenen Parmesan dazu geben, einrühren, Deckel drauf und noch ca. 2 Minuten stehen lassen. Die Konsistenz sollte am Ende leicht flüssig sein, der Risotto “fließt” auf dem Teller und ist keine feste Masse.

Für diese Variante (und alle anderen): Radiccio zu dem Zeitpunkt zugeben, wenn die Kochzeit vom Reis (ca. 20 Minuten) etwa erreicht wird. Beim Radiccio also ca. 5-10 Minuten bevor der Reis fertig ist. Außerdem kam zusätzlich zum Parmesan hier noch ein schönes Stück geriebener Peccorinodazu.

geschmolzene Tomaten mit Chorizo und Kräutern

für das "Topping"

Für das “Topping” auf das Risotto Chorizostückchen, rote Zwiebel, Chiliringe und Knoblauch heiß anschwitzen, halbierte Cocktailtomaten und Kräuter (Basilikum und Salbei) dazu und über den fertig angerichteten Risotto verteilen. Gerne noch mal mit ein bisschen Peccorino abrunden.

 

alle Bilder groß in der Lightbox:



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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. bin ich ja froh dass ich noch weitere Risotto-Anhänger gefunden habe! Ein Grund, öfters mal ein paar Varianten auszuprobieren..
    @Claudia: wir sollten einen Blind-Vergleich machen!
    @Wilde Henne: genau – man wartet schließlich immer auf den Star-Gast ;)
    liebe Grüße
    Annette

  2. Allerfeinst! Ich liebe Risotto, habe aber bis heute noch keine Antwort auf die Glaubensfrage “Carnaroli oder Arborio”?
    Und wenns geht, sollte man sich die Großpackung aus Italien mitbringen lassen – bin immer wieder erstaunt, wieviel billiger er dort ist.

  3. Man sollte nicht Foodblogs lesen, wenn man einen leeren Magen hat… *knurr*
    Genau so mach ich auch Risotto. Und das kommt immer gut und schmeckt immer toll. Beim Risotto ist es einfach so, dass die Gäste aufs Risotto warten und nicht das Risotto auf die Gäste. Wer das begriffen hat, dem kann schon nicht mehr viel passieren ;-)

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