Viel mehr als ein gutes Brot, ein weiches Ei und ein Glas Lieblings-Wein dazu braucht kein Mensch. Deshalb hier das Rezept: Bauernbrot mit Rosenkohl-Haselnuss-Crunch, Kräuterseitlingen und weichem Ei, dazu Enderle & Moll Grauburgunder.

Zur Vorbereiten eine Hand voll Rosenkohl von den harten Strünken befreien, vierteln und mit Meersalz, Zucker und Olivenöl marinieren. Dazu kommt noch eine kleine Hand voll gehackter Haselnüsse. Auf einem, mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 200 Grad ca. 10 Minuten rösten.

Währenddessen Kräuterseitlinge halbieren und mit Olivenöl in einer Pfanne von beiden Seiten anbraten bis sie schön Farbe bekommen haben. Außerdem ein Bio-Ei weich bis wachsweich kochen (das Ei auf dem Bild war ca. 5 1/2 Minuten im kochenden Wasser).

Eine Scheibe frisches Bauernbrot (in meinem Fall vom Bauernmarkt in der Zieblandstrasse beim Josephsplatz) mit Butter bestreichen. Mit Ruccola belegen, die gebratenen Kräuterseitlinge und den Rosenkohl darauf anrichten, das Ei darauf legen und anschneiden. Mit Meersalz und frischem Pfeffer würzen, wer mag noch etwas Olivenöl darauf träufeln.

Enderle & Moll Grauburgunder 2011

Enderle & Moll Grauburgunder 2011

Wie bei allen Weinen vom Weingut Enderle & Moll in Baden ist auch beim Grauburgunder Charakter Programm. Wird diese Rebsorte nur grob oder sogar gar nicht filtriert behält er seine leicht rötlich-orange Farbe. Auf dem nur 2 Hektar großen Weingut von Sven Enderle und Florian Moll wird der Grauburgunder ebenso wie die Spätburgunder mit der Spindelpresse verarbeitet und reift darauf hin in gebrauchten Barriques. Was dabei heraus kommt ist alles andere, als ein Wein von der Stange. Und auch nicht unbedingt das, was man von einem klassischen Grauburgunder erwartet – und das ist ganz fabelhaft so. Milde Cremigkeit und Minaralität herrschen vor, auch in der Nase ist die Mineralität deutlich. Dazu kommen fruchtige Noten von Zitrus bis zu reiferen Früchten wie Birne oder Quitte.

Für mich ein ausgezeichnet passender Wein gerade auch zum Essen. Hier harmoniert er ebenso schön mit Haselnuss und Röstaromen des Rosenkohl wie der weichen Würze der Pilze und der leichten Schärfe des Ruccola. Vom weichen Ei erst gar nicht zu sprechen. Zum Glück sind im Keller noch ein paar Fläschchen übrig!