Dass Rosé irgendwie in einer unterschätzten Schublade liegt, bei näherer Betrachtung aber umso mehr Freude bereiten kann, hat die rege Beteiligung an der Weinrallye Rosé Ende August ja schon gezeigt. Umso mehr habe ich mich gefreut, im Rahmen der Rosé-Dinnerparty ein Rezept zum Rosé kreieren zu können – und zwar entgegen dem Schubladendenken. Es geht nämlich mit Nichten um ein Sommer-Dinner passend zum Rosé-Wein-Klischée, sondern es gibt Herbst auf dem Teller. Dazu Weine aus dem Côte de Provence, in meinem Fall den fabelhaften Corail vom Château de Roquefort, dazu Kürbis, Okraschoten und Wachtelei.

Wachtelei, Kürbis & Okraschote mit Rosé

Rezept für 4 Personen
Für das Kürbispüree etwa 1/4 Muskat-Kürbis schälen und in Stücke schneiden. In einem Topf (oder im Thermomix) eine gewürfelte Schalotte mit etwas Olivenöl kurz andünsten, Kürbisstücke, etwa 1/2 Becher Sahne und einen Schluck Rosé angießen und den Kürbis weich kochen. Fein pürieren und mit Salz, etwas Muskatnuss und Pfeffer abschmecken.

Eine Orange filetieren, in etwa der Hälfte des aufgefangenen Saftes einlegen, dazu kommt eine kleine entkernte und gehackte Chili-Schote. Je nachdem wie süß die Orange selbst war, ggf. mit etwas Honig nachsüßen.

Von den Okraschoten den Strunk am oberen Ende abschneiden (aber nicht zu weit, sonst verliert die Schote ihre Kerne) und bei mittlerer Hitze zusammen mit einer angedrückten Zehe Knoblauch in Olivenöl in der Pfanne rundrum goldbraun anrösten. Nach einigen Minuten sind die Okraschoten bissfest.

Ebenfalls bei mittlerer Hitze und mit etwas zerlassener Butter die Wachteleier in einer Pfanne vorsichtig aufschlagen und braten. Mit noch weichem Eigelb mit den anderen Komponenten anrichten.

Chateau de Roquefort Corail

Der sämige Kürbis und das buttrige Wachtelei brauchen nicht nur vom Geschmack, sondern auch von der Struktur her einen Gegenpart im Glas, der Charakter mitbringt. Die kräftige aber nicht blumige Frucht des Corail und die präsente Säure heben und balancieren die weich-würzigen Komponenten des Gerichts, das kommt auch der leicht gerösteten Okraschote zu Gute. Die schärfe der Chili versteht sich ebenfalls gut mit der subtilen Frucht, die Orange schlägt eine tolle Brücke zum ausgewogenen Süße-Säure-Spiel. Ein fantastischer Wein ohne Main-Stream-Anspruch, der seinesgleichen sucht. Es scheint mir, als wäre die Provence und damit die Entdeckung noch mehr dieser charaktervollen Rosés wirklich und unbedingt eine Reise wert.

Morgen geht es übrigens weiter im Menü bei Nicole von life live deeply – now. Ich bin gespannt, was bei Ihr zum Rosé auf den Teller kommt.

Rosé Dinner PartyWer seinen kulinarischen Herbst selbst ein bisschen rosé gestalten möchte hat jetzt die Möglichkeit, eines von drei Weinpaketen mit je drei verschiedenen Côte de Provence Rosés zu gewinnen. Hinterlasst bis einschließlich 16. November einen Kommentar hier am Artikel, das Los entscheidet dann, wer die glücklichen Gewinner sind.
Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen – der Versand der Gewinnpakete erfolgt über SOPEXA.

Hinweis: Die „Rosé Dinner Party“ ist eine Kooperation mit SOPEXA und dem Verband für Provence-Weine CIVP. Auf den Inhalt des Artikels hatte das keinen Einfluss.