Die Crostini sind mir beim Durchblättern von I love New York / Daniel Humm über den Weg gelaufen. Just ein paar Tage zuvor war ein ziemlich köstliches Stück Lardo bei mir reingeschneit – lieben Dank dafür an die Genusshandwerker – da lag diese Variante mehr als Nahe für das gemeinsame Menü mit Freunden und Weinen. Als Häppchen zum Auftakt also knusprige Crostini mit cremigem Ricotta und auf der Zunge zergehendem Lardo. Dazu die knackig-säuerlichen eingelegten Zwiebeln und leicht angeschwenkter Mangold.
Im Glas hatten wir den fabelhaften Riesling Sekt Brut vom Weingut Immich-Anker an der Mosel, der mit seiner feinen Frucht ein schöner Gegenpart zum kräftigen Mangold ist. Seine Säure und Perlage gehen Hand in Hand mit der weichen Konsistenz und hohem Fettanteil von Ricotta und Lardo. Famos, wirklich.

Rote Zwiebeln je nach Größe achteln oder vierteln und die Schichten vorsichtig voneinander lösen, Zwischenhäute entfernen. In Olivenöl bei mittlerer Hitze anschwitzen ohne sie braun werden zu lassen. Mit etwas Zucker bestreuen und mit Rotweinessig ablöschen. Kurz ziehen lassen, bei Seite stellen und abkühlen lassen. Die Zwiebeln halten sich einige Tage im Kühlschrank.
Baguette in Scheiben schneiden und kurz vor dem Servieren von beiden Seiten in der Pfanne mit etwas Butter kurz anrösten.
Mangold waschen und klein schneiden (natürlich auch gerne Brennesseln wie in Daniel Humms Rezept, ich hatte keine bekommen). Eine Schalotte würfeln, in etwas Öl anbraten, den Mangold dazu geben und ein paar Minuten weich werden lassen, würzen. Der Lardo war in meinem Fall recht kräftig gewürzt, deswegen habe ich mich beim Mangold eher zurück gehalten.

Auf den gerösteten Brotscheiben Ricotta, Mangold, Lardo und schließlich die Zwiebeln schichten, mit frisch geriebenem Pfeffer abrunden.

Hinweis: Alle Links zu amazon.de sind Affiliate-Links