Ich hatte es ja angekündigt beim Artikel über die San Daniele Schinken Verkostung. Ich habe den Prosciutto einer Thailänderin vorgestellt, auch wenn es mehr eine Zufallsbekanntschaft war – wie überhaupt diese ganze Kombination (inklusive des Weins). Aber bekanntermaßen entstehen aus Zufällen und Improvisation ja oft die besten Abende und Bekanntschaften und Rezepte.. oder so.

Prosciutto di San Daniele, Thai Mango, Büffelmozzarella

mit Olivenöl, Meersalz und Pfeffer anrichten

Eigentlich müsste auch Neuseeland noch namentlich einen Platz im Titel finden, kommt da doch der fabelhafte Weißwein zur dieser ebenso simplen wie überraschend genialen Kombination auf dem Vorspeisenteller her. Wie kam es dazu? Ganz einfach. Der Schinken ist bei mir zu Hause gelandet und wollte sofort probiert werden. Und zwar ganz sofort aber bitte nicht nur aufs Brot. Mozzarella (Büffelmozzarella natürlich) und Tomaten lagen nahe, Tomaten waren aber nicht im Haus. Feigen? Auch nicht. Aber: eine Thaimango. Ja, die sind teuer, muss man wirklich auch nicht für jeden Tag einfliegen – aber sie schmecken einfach sensationell, zumal wenn einen als Thailand-Fan ab und an (oder zu dieses Jahreszeit viel mehr ständig) das Thailand-Fernweh packt. (An dieser Stelle sei übrigens auf meine beiden Thailand-Markt-Posts hingewiesen, diese Kollektion erweitere ich bei nächster Gelegenheit um einen weiteren).

Warum also nicht mal Schinken mit Mango probieren (ursprünglich hatte ich die zwar zum ausprobieren von “sticky rice mit Mango” gekauft, aber gut). Feine Scheibchen von der Thai Mango aufschneiden, Büffelmozzarella und Prosciutto di San Daniele darauf anrichten. Weiterhin nur mit Meersalz (Maldon Sea Salt, wie immer), frischem Pfeffer und gutem Olivenöl verfeinern. Ich war ehrlich überrascht, wie lecker das Ergebnis war. Ich konnte mir die fruchtige Mango zwar gut vorstellen dazu – die geschmackliche Punktlandung hatte ich allerdings nicht erwartet. Der zarte, unaufdringlich würzige Schinken zergeht auf der Zunge, der cremige Büffelmozzarella dazu (am besten nicht frisch aus dem Kühlschrank) und die weiche aber nicht matschige, süße Thai Mango – einfach sensationell.

Sauvignon Blanc aus Neuseeland Hole in the Water

im Glas: Hole in the Water Sauvignon Blanc

Das Krönchen aufgesetzt hat dem der Wein. Zugegeben einer meiner Lieblingsweine (wie Sauvignon Blanc aus Neuseeland überhaupt!), den hatte ich ja bei der Rezeptfindung zum IFA Kochduell schon mal im Glas. Wenn wiederum auch eher eine Zufallswahl an diesem Abend, er war nämlich schon offen im Kühlschrank, hat der Hole in the Water 2012 aus dem Marlborough ganz vorzüglich dazu gepasst. Die (in diesem Fall wirklich mal wörtlich zu nehmende) fruchtige Frische ergänzt sich wunderbar mit der subtilen Würze des Schinkens und dem Mozzarella – mit der Thai Mango natürlich sowieso. Sollte ich jemals mit dem Glück betraut sein, nach Neuseeland zu reisen werde ich mich persönlich davon überzeugen, dass die Weine dort wirklich nicht aus Zitrusfrüchten, Stachelbeeren und Maracujas gekeltert werden..

Gekauft habe ich den Hole in the Water bei einer Aktion von Wine in Black zu absolut lohnenswerten 8,95 Euro, gibt es da immer wieder mal (gerade aktuell leider nicht).

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